12. Juli 2016, 19:37 | Autor: Marcus Schulte

Es war ein heißes und turbulentes Rennwochenende. Auf dem traditionsreichen Erftlandring in Kerpen fand am vergangenen Wochenende bei hochsommerlichen Temperaturen der dritte Lauf des ADAC Kart Masters statt. Maximilian Schulte zeigte als Rookie in der OK Junior Klasse auch diesmal eine starke Leistung und ließ sich von technischen Problemen und einem teilweise chaotischen Rennverlauf nicht beirren. Mit zusätzlichen 16 Punkten verbesserte er seine Position in dieser stärksten nationalen Lizenz-Kartserie und steht nunmehr in den Top-Ten der Meisterschafts-Gesamtwertung.

Die Zuschauerbereiche entlang der Rennstrecke waren besonders am Sonntag gut besucht. In der Klasse der OK Junioren war das Starterfeld mit 34 Fahrern aus 5 Nationen sehr stark besetzt und versprach Rennsport auf höchstem Niveau. Maximilian Schulte, Förderpilot des ADAC Hessen-Thüringen aus dem Solgat Motorsport Team der sein erstes Jahr in dieser Nachwuchsserie bestreitet, hatte zunächst technische Schwierigkeiten im Qualifying. „Ich hatte auf einmal weniger Motordrehzahl am Ende der langen Geraden. Wir hatten das Problem schon während des Trainings am Freitag und waren uns sicher mit dem Austausch des Motors alles im Griff zu haben, aber im entscheidenden Moment war das Problem wieder da. Mehr als Platz 20 für die Startaufstellung war da nicht raus zu holen, jetzt gilt es im Rennen Stärke zu zeigen.“

Nach Beratung mit Teamchef und Mechaniker wurde nochmals alles auf Fehler untersucht und – soweit vom Reglement erlaubt – ausgetauscht. Das war anscheinend erfolgreich, denn in den darauffolgenden Heats ging es deutlich voran. Dort konnte der 13-jährige Nachwuchspilot die Zeiten der führenden Fahrer an der Spitze mitgehen und sich durch spannende Überholmanöver nach vorne Arbeiten. Die teilweise wenig professionelle Fahrweise seiner Konkurrenten führte zudem zu einer außergewöhnlich hohen Anzahl an Rennunfällen und nachträglichen Strafen durch die Sportkommissare. „Als wir erst einmal in den Rennen waren, lief das Kart unglaublich gut. Die Starts waren durch die Kollisionen etwas schwierig und ich hatte auch durch die Unfälle auf der Strecke am Anfang einige Plätze verloren, die ich mir später im Rennen durch Überholen wieder zurückholen musste – Es hätte sicher noch besser laufen können, aber ich habe viel aus diesem Wochenende gelernt. Das wir uns nun in der Gesamtwertung weiter auf Platz 10 verbessern war nicht unbedingt zu erwarten“, fasste Maximilian am Ende des Tages relativ kühl zusammen – und insgeheim wundert er sich wahrscheinlich, dass einige seiner älteren Kollegen anscheinend nur wenig aus Ihren Fehlern lernen.

Nächste Woche geht es für Maximilian und sein Team in das belgische Genk zum 3. Lauf der Deutschen Junioren Kart Meisterschaft, die aufgrund des erweiterten Starterfeldes mit 68 Startern aus 20 Nationen schon auf dem Niveau der CIK-FIA Europameisterschaft liegt. „Es wäre ein sensationeller Erfolg wenn ein junger Rookie bei diesem international hochkarätigen Teilnehmerfeld direkt ins Finale kommt – aber selbst wenn Ihm dieser Erfolg verwehrt bliebe, die Erfahrung ist für Ihn unglaublich wichtig – Aber erst mal abwarten.“, so der Teamchef Darko Solgat über seinen jüngsten Junioren-Fahrer.