IAME-Weltfinale in Viterbo: Sechs Sieger und enge Entscheidungen

Emilio Bernd erreicht als einziger Deutscher das Finale

25. Oktober 2026, 14:18
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: IAME Motorsport
IAME-Weltfinale in Viterbo: Sechs Sieger und enge Entscheidungen

Das IAME Warriors Final 2026 ist nach sechs Veranstaltungstagen auf dem Leopard Circuit im italienischen Viterbo zu Ende gegangen. Mehr als 350 Fahrerinnen und Fahrer aus zahlreichen Nationen kämpften in sechs Klassen um die Siege beim internationalen IAME-Saisonhöhepunkt. Nach wechselhaften Bedingungen zu Beginn der Woche fanden die Finals am Samstag auf trockener Strecke statt. Die Titel in den drei X30-Kategorien gingen an Mayson Hibbert, George House und Bran Vanderveken. Aus deutscher Sicht erreichte Emilio Bernd als einziger Fahrer den Finaleinzug.

X30 Mini: Hibbert setzt sich im Finale durch

In der X30 Mini wechselten die Kräfteverhältnisse während der Veranstaltung mehrfach. Nahyl El Gahoudi sicherte sich die Pole-Position im Zeittraining, während Zayne Burgess nach den Heats die Zwischenwertung anführte. Bodhi Batch eroberte nach den Super Heats den ersten Startplatz für das Finale.

Im Endlauf entwickelte sich ein enger Kampf um die Spitzenpositionen. Mayson Hibbert (Fusion Motorsport) setzte sich in der Schlussphase an die Spitze und sicherte sich den Sieg vor Zayne Burgess (DRM Racing Team). Rang drei ging an Dimitar Uzunov (DK Academy), der sich im Rennverlauf nach vorne arbeitete. Eine nachträgliche Zeitstrafe gegen El Gahoudi veränderte die Reihenfolge im Spitzenfeld.

Die beiden deutschen Nachwuchspiloten verpassten den Einzug in das Finale. Jim Wulf (Axion Racing) belegte in der Gesamtwertung Rang 40, während Benedikt Wetzel (TB Racing Team) auf Position 71 landete.

Finalergebnis X30 Mini – Top 5
1. Mayson Hibbert
2. Zayne Burgess
3. Dimitar Uzunov
4. Bodhi Batch
5. Theo Steindal

X30 Junior: House profitiert vom Duell an der Spitze

Ein besonders umkämpftes Finale erlebten die X30 Junioren. Zunächst hatte Christian Coby das Zeittraining angeführt, bevor sich Niccolò Perico und Oleksandr Legenkyi von VictoryLane Karting während der Heats und Super Heats in die Favoritenrolle fuhren.

Im Finale übernahm zunächst Priam Bruno die Führung, ehe Perico und Legenkyi das Geschehen bestimmten. In der letzten Runde kam es zwischen den beiden Spitzenreitern zu einer Berührung. George House (Xcel Motorsport) nutzte die Situation, zog an beiden vorbei und sicherte sich den Sieg. Perico wurde mit nur 0,248 Sekunden Rückstand Zweiter. Nach einer Zeitstrafe gegen Ludwig Granquist rückte Teo Policand (Dream Racing) auf Rang drei vor.

Für die sieben deutschen Junioren verlief das Weltfinale unterschiedlich. Edin Keserovic (Fusion Motorsport) erwischte mit Platz 27 im Qualifying einen guten Auftakt und kämpfte anschließend um den Finaleinzug. Als 37. der Gesamtwertung fehlte ihm am Ende lediglich eine Position zum Finale der besten 36.

Mico Lionn Schweers (Monlau Motorsport) wurde auf Rang 51 gewertet. Dahinter folgten Lean Kircher (EGP Racing Team) auf Platz 78, Kilian Wurm (TB Racing Team) auf Rang 85 und Ben Özdemir (TR Motorsport) als 90. Leon Fiedler (TR Motorsport) belegte Platz 100, Maximilian Lothar Möckel (Magik Kart Germany) wurde 101. Damit blieb die Juniorenklasse ohne deutsche Finalbeteiligung.

Finalergebnis X30 Junior – Top 5
1. George House
2. Niccolò Perico
3. Teo Policand
4. Oleksandr Legenkyi
5. Aaron Buhofer

X30 Senior: Vanderveken gewinnt – Bernd mit Vorlaufsieg

Auch bei den X30 Senioren blieb die Entscheidung bis zum Schluss offen. Nach wechselnden Führenden im Zeittraining und den Heats sicherte sich Ruben Moya die Pole-Position für das Finale. Der Spanier führte zunächst, musste die Spitze jedoch an Bran Vanderveken (DK Academy) abgeben.

Der Belgier setzte sich zwischenzeitlich etwas ab, geriet in der Schlussphase aber zunehmend unter Druck. Benjamin Westwood (VictoryLane Karting) und Mateo Rivals (Dream Racing) schlossen auf und kämpften bis zur Ziellinie um die Podestplätze. Vanderveken verteidigte seine Führung und gewann mit 0,295 Sekunden Vorsprung vor Westwood. Rivals komplettierte das Podium.

Aus deutscher Sicht zeigte Emilio Bernd (Xcel Motorsport) eine gute Leistung. Der amtierende Champion der IAME Series Germany setzte sich während der Vorläufe gegen die internationale Konkurrenz durch und gewann am Freitag sogar einen Qualifying Heat. Nach den Super Heats qualifizierte er sich als einziger Deutscher für das Finale der besten 36. Von Startplatz 34 kämpfte sich Bernd im Endlauf nach vorne und sag das Ziel auf Position 26.

Die drei weiteren deutschen Starter verpassten den Finaleinzug. Leon Lambrecht (Magik Racing Team) beendete die Veranstaltung auf Platz 92, Daniel Brozovic (Magik Racing Team) folgte auf Rang 97 und Teresa Schade (Magik Racing Team) wurde auf Position 100 gewertet.

Finalergebnis X30 Senior – Top 5
1. Bran Vanderveken
2. Benjamin Westwood
3. Mateo Rivals
4. Toby Gale
5. Ruben Moya

X30 Master: Crivelli entscheidet Duell in letzter Runde

In der X30 Master gehörte Franco Crivelli (Duhpraz Racing) von Beginn an zu den schnellsten Fahrern. Der Argentinier sicherte sich die Pole-Position, gewann drei der fünf Vorläufe sowie den Super Heat.

Im Finale entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Crivelli und John Norris (NCM). Der Ire übernahm zunächst die Führung und hielt seinen Verfolger lange hinter sich. Erst in der letzten Runde fand Crivelli drei Kurven vor dem Ziel eine Lücke und setzte sich an die Spitze. Norris wurde mit 0,554 Sekunden Rückstand Zweiter, Lucca Croce (Zanchi Motorsport) komplettierte das Podium.

Finalergebnis X30 Master – Top 5
1. Franco Crivelli
2. John Norris
3. Lucca Croce
4. Gary Edwards
5. Antti Ollikainen

S125 Junior: Sryer Aissa gewinnt für Algerien

In der S125 Junior setzte sich Roslan Sryer Aissa nach einer Aufholjagd durch. Der Algerier hatte das Zeittraining auf Platz zwölf beendet und sich über die Heats und den Super Heat kontinuierlich verbessert. Von Startposition sieben arbeitete er sich im Finale in die Spitzengruppe vor.

Zwei Runden vor dem Ziel übernahm Sryer Aissa die Führung von Alonso Gonzalez (Haase Racing Team) und verteidigte diese bis ins Ziel. Mit nur 0,126 Sekunden Vorsprung feierte er den ersten Sieg für Algerien beim IAME Warriors Final. Elia Nützi (KartBox) komplettierte das Podium.

Finalergebnis S125 Junior – Top 5
1. Roslan Sryer Aissa
2. Alonso Gonzalez
3. Elia Nützi
4. Leonidas Peruzzi
5. Mitansh Jain

S125 Senior: Nachträgliche Entscheidung zugunsten von Paparo

Bei den S125 Senioren hatte zunächst Alexis Genolet (LKM Racing) das Geschehen bestimmt. Der Schweizer gewann sämtliche Qualifying Heats, den Super Heat und startete von der Pole-Position in das Finale.

Dort lieferte er sich ein enges Duell mit Michael Barbaro Paparo. In der Schlussphase kam es bei einem Verteidigungsmanöver zu einer umstrittenen Situation, als Genolet seinen Verfolger von der Strecke drängte. Eine anschließende Disqualifikation gegen Genolet machte Paparo zum offiziellen Sieger. Sofia Povazhnaia (PKT Swiss Kart Team) und Matteo Zanchi (Zanchi Motorsport) komplettierten das Podium.

Finalergebnis S125 Senior – Top 5
1. Michael Barbaro Paparo
2. Sofia Povazhnaia
3. Matteo Zanchi
4. Gauthier Sanjuan
5. Elvis Krasauskas