BNL Karting Series kürt ihre Champions in Genk

136 Fahrerinnen und Fahrer beim großen Saisonfinale in Belgien

8. Oktober 2026, 20:21
Autor: Shelly Media | Bilderquelle: Shelly Media
BNL Karting Series kürt ihre Champions in Genk

Bei besten Bedingungen ging am vergangenen Wochenende die BNL Karting Series 2026 in die entscheidende Runde. 136 Teilnehmer reisten zum vierten und letzten Saisonlauf nach Genk. Bei rund 20 Grad und strahlendem Sonnenschein bot der „Home of Champions“ die Bühne für die letzten Entscheidungen im Kampf um die Meisterschaften.

Während einige Titel bereits am Samstag entschieden wurden, blieb es in anderen Klassen bis zum letzten Renntag spannend. Auch die deutschen Teilnehmer setzten beim Saisonabschluss noch einmal Akzente.

Mini Max: Titel für Cooke und Bowers

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Bei den Minis bestimmte Joshua Cooke den Samstag. Bereits im Qualifying setzte er sich an die Spitze und ließ auch in den beiden Heats sowie im Finale nichts anbrennen.

Damit war die Meisterschaft bereits vor dem Sonntag entschieden. Cooke hatte genügend Punkte gesammelt und verzichtete deshalb auf einen weiteren Start. Austin Oman nutzte die Gelegenheit und setzte am Sonntag im Qualifying die Bestzeit.

In der Gesamtwertung sicherte sich Cooke damit den Titel vor Oman und August Lykkebo Lyngso.

Auch bei den Mini Rookies fiel die Titelentscheidung erst am Finalwochenende. Arthur Bowers gewann am Samstag beide Heats und das Finale. Am Sonntag schlug Lenny Barton mit dem Finalsieg zurück, konnte Bowers in der Meisterschaft aber nicht mehr abfangen. Barton wurde Vizemeister vor Jayan Prakash.

Junior Max: Titelentscheidung bereits am Samstag

Mit 41 Teilnehmern gehörte die Klasse der Junioren zu den am stärksten besetzten Klassen des Wochenendes. Riley Murro setzte am Samstag im Qualifying die Bestzeit vor Kian Burnard und Finlay Lines.

Für die deutschen Fahrer begann der Renntag zunächst aus dem hinteren Teil des Feldes. Julian Dümmer belegte im Qualifying Rang 29, Dimitar Lazarov wurde 37. und Emir Siadkowska 38.

Bis zum Finale änderte sich das Bild jedoch deutlich. Finlay Lines setzte sich an der Spitze durch und gewann vor Kian Burnard und Luan Seidl. Vor allem die deutschen Starter machten zahlreiche Positionen gut. Emir Siadkowska kämpfte sich bis auf Rang neun nach vorne. Julian Dümmer wurde 16., Dimitar Lazarov folgte auf Platz 19.

Am Sonntag zeigte Dümmer bereits im Qualifying mit Rang sieben eine starke Leistung. Im Finale kam er auf Platz elf ins Ziel, während Siadkowska Rang 21 belegte. Lazarov verpasste den Finaleinzug denkbar knapp, denn als 37. in der Intermediate Qualification fehlte ihm nur eine Position auf das 36 Fahrer umfassende Finale.

Der Meistertitel ging an Kian Burnard. Der Brite hatte bereits nach dem Samstag genügend Punkte gesammelt und verzichtete am Sonntag auf einen weiteren Start. Finlay Lines und Albert Friend folgten auf den weiteren Meisterschaftsplätzen. Bester Deutscher in der Gesamtwertung ist Julian Dümmer auf Rang 14.

Senior Max: Enges Titelduell nimmt überraschenden Verlauf

Besonders viel Spannung versprach vor dem Wochenende die Senior Max Klasse. Macauley Bishop und Vince Vanderhallen reisten als klare Titelfavoriten nach Genk. Nach drei Saisonrunden trennte die beiden lediglich ein Punkt.

Bishop hatte zudem die Erfahrung auf seiner Seite, denn bereits 2025 gewann er die BNL-Meisterschaft und krönte seine Saison anschließend mit dem Sieg beim Rotax Max Challenge Grand Final.

Der Auftakt in Genk verlief für beide Titelanwärter jedoch schwierig. Während Sverre Ubben im Qualifying die Bestzeit setzte, musste Bishop von Rang 13 und Vanderhallen sogar von Platz 41 aus durch das mit 43 Fahrern größte Feld des Wochenendes arbeiten. Auch die deutschen Starter Louis Oliver Guenther und Julian Kovacevic hatten mit den Positionen 32 und 40 zunächst keine einfache Ausgangslage.

Im weiteren Tagesverlauf konnten sich beide Deutschen nach vorne arbeiten. Guenther beendete das Samstagsfinale auf Rang 22, Kovacevic folgte auf Platz 28. An der Spitze setzte sich Max Sadurski durch.

Vor dem entscheidenden Sonntag war im Titelkampf damit weiterhin alles offen. Doch erneut fanden Bishop und Vanderhallen nicht optimal in den Tag. Bishop kam im Qualifying nur auf Rang 40, Vanderhallen auf Platz 25. Bei den deutschen Fahrern erreichte Kovacevic Rang 30, während Guenther vom 43. Platz aus ins weitere Renngeschehen starten musste.

Im Finale sicherte sich schließlich Bran Vanderveken den Tagessieg vor Toms Strele und Lars Lambers. Guenther arbeitete sich bis auf Rang 29 nach vorne. Kovacevic verpasste dagegen in der Intermediate Qualification als 38. den Einzug in das Finale nur knapp.

Trotz des schwierigen Finalwochenendes brachte Bishop seinen knappen Vorsprung über die Saison hinweg ins Ziel und verteidigte seinen Meistertitel. Vanderhallen wurde Zweiter, Tino Sidler belegte Rang drei. Guenther schloss die Saison als bester Deutscher auf Meisterschaftsrang 20 ab.

DD2: Titelentscheidung mit nur einem Punkt Unterschied

Besonders eng ging es in der DD2 zu. Ralph van de Pavert präsentierte sich am Samstag in starker Form und gewann sowohl die Heats als auch das Pre-Final und das Finale.

Auch die deutschen Fahrer überzeugten. Ben Kaminski startete als Fünfter im Qualifying gut in das Wochenende. Im Finale fuhr Jannik Jakobs bis auf Rang vier nach vorne, Kaminski und Theo Lang beendeten den Samstag auf den Plätzen sieben und acht.

Am Sonntag setzte Lenn Nijs zunächst die Bestzeit im Qualifying, doch im Finale schlug erneut van de Pavert zu und gewann vor Nijs und Nicolas Guillaume. Theo Lang kam zunächst als Vierter ins Ziel, fiel durch eine Zeitstrafe jedoch auf Rang elf zurück. Dadurch rückte Ben Kaminski von Platz fünf auf Rang vier vor. Jannik Jakobs komplettierte das deutsche Ergebnis auf Platz neun.

Trotz der beiden Finalsiege seines Konkurrenten reichte es am Ende für Nijs, der sich mit nur einem Punkt Vorsprung auf Ralph van de Pavert den Titel sicherte.

Auch in der Meisterschaft waren die deutschen Fahrer weit vorne vertreten. Jannik Jakobs wurde Gesamtvierter, Theo Lang Fünfter und Ben Kaminski Neunter.

Bei den DD2 Masters ging der Meistertitel an Jim Ringelberg vor Christophe Capitaine und Dominic Ummels.