Wackersdorf kürt die Meister des ADAC Kart Masters
- 138 Nennungen aus 15 Nationen beim großen Saisonfinale
- Jakub Kamenik dreht OK-N-Titelkampf – knappe Entscheidungen in mehreren Klassen
- Leo Klok, Henri Möhring, Marek Skrivan, Christian Breiter und Marcel Nowak unter den neuen Champions
Wackersdorf. Mit spannenden Finals und mehreren Titelentscheidungen ist das ADAC Kart Masters im Pro Kart Raceland Wackersdorf zu Ende gegangen. Beim vierten und letzten Rennwochenende der Saison sorgten 138 Nennungen aus 15 Nationen für einen starken Abschluss des Comeback-Jahres. Fünf der sechs Finalrennen wurden mit weniger als einer Sekunde Vorsprung entschieden, entsprechend eng ging es auf der 1.190 Meter langen Strecke in der Oberpfalz zur Sache. Die Finalsiege gingen an Leo Klok (Mini), Gustav Christensen (OK-N Junior), Emilio Bernd (OK-N), Valentino Fritsch (KZ2), Vytautas Adomaitis (KZ2 Masters) sowie Nikola Trajkovski (X30 Senior). Die neuen Meister heißen Leo Klok (Mini A), Milly Schulze (Mini B), Henri Möhring (OK-N Junior), Jakub Kamenik (OK-N), Marek Skrivan (KZ2), Christian Breiter (KZ2 Masters) und Marcel Nowak (X30 Senior).
Mini: Klok krönt Meisterschaft mit Finalsieg
Für Leo Klok (CRG Holland) wurde das Saisonfinale zu einer eindrucksvollen Aufholjagd. Im Zeittraining blieb der Niederländer ohne gezeitete Runde und schaffte ein starkes Comeback. Er gewann den ersten Heat, musste dann aber im zweiten Durchgang einen weiteren Rückschlag verkraften. Mit einem Sieg im Super Heat meldete sich der Niederländer endgültig wieder an der Spitze zurück.
Im Finale übernahm der bereits als Meister feststehende Klok früh das Kommando. Ben Bernhard (Lanari Racing Team) blieb zunächst sein erster Verfolger, konnte den Tabellenführer aber nicht mehr gefährden. Klok gewann mit der schnellsten Rennrunde und beendete seine Saison damit standesgemäß. Bernhard folgte auf Rang zwei, Leandros Margaritis (CRG Holland) arbeitete sich auf Platz drei nach vorne. Matthias Cavulea (CV Performance Group X JP Motorsport) und Kris Leon Kalweit (Kartsport Hayer) komplettierten die Top-Fünf.
Mit 346 Punkten beendete Klok die Saison deutlich vor Bernhard und Margaritis als Champion und war im finalen Siegerinterview bester Laune: „Das Qualifying ist an diesem Wochenende leider nicht gut gelaufen. Im Anschluss lief es aber deutlich besser und ich freue mich nun sehr über den Titelgewinn.“ Die separate Mini-B-Meisterschaft ging an Milly Schulze (Arena E Team).
Meisterschaftsstand Mini A:
1. Leo Klok (346 Punkte)
2. Ben Bernhard (247 Punkte)
3. Leandros Margaritis (231 Punkte)
4. Roman Meister (226 Punkte)
5. Lion Osaj (197 Punkte)
Meisterschaftsstand Mini B:
1. Milly Schulze (186 Punkte)
2. Maximilian Faber (95 Punkte)
3. Luigi Catuogno (85 Punkte)
OK-N Junior: Möhring ist Champion – Christensen gewinnt Finale
In der OK-N Junior legte Edin Keserovic (Lanari Racing Team) mit der Bestzeit im Qualifying vor, anschließend rückten die beiden Titelanwärter in den Mittelpunkt. Carlos Nees (Nees Racing) gewann den ersten Heat, Henri Möhring (Dörr Motorsport) setzte sich im zweiten Vorlauf und anschließend auch im Super Heat durch. Damit startete der Meisterschaftsführende von der Pole-Position in das Finale.
Gustav Christensen (Nees Racing) erwischte dort den besten Start, ehe sich Möhring im Rennverlauf wieder an die Spitze kämpfte. Hinter ihm blieb das Feld eng zusammen. Kurz vor Rennende dann die Dramatik: Möhring rollte aus, sein Meistertitel war zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr in Gefahr. Auf der Strecke übernahm zunächst Nees die Führung. Doch nach einer Fünf-Sekunden-Strafe gegen ihn ging der Finalsieg an seinen Teamkollegen Christensen. Bruno Greiling (Arena E Team) wurde Zweiter, Keserovic fuhr mit der schnellsten Rennrunde auf Rang drei. Stavros Tsotsos Francia (Dörr Motorsport) und Nees komplettierten die Top-Fünf.
Möhring schloss die Saison als Meister vor Nees ab und zeigte sich im Interview mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden: „Im Finale hatte ich leider einen technischen Defekt, das gehört auch zum Motorsport dazu und hatte letztlich keine Auswirkungen auf meinen Titelgewinn. Nach der DKM auch im ADAC Kart Masters erfolgreich zu sein, rundet ein tolles Kartsportjahr in Deutschland ab.“ Keserovic und Jonathan Maier lagen punktgleich hinter dem Siegerduo, dabei hatte Keserovic die besseren Einzelergebnisse und wurde Dritter.
Meisterschaftsstand OK-N Junior:
1. Henri Möhring (335 Punkte)
2. Carlos Nees (308 Punkte)
3. Edin Keserovic (223 Punkte)
4. Jonathan Maier (223 Punkte)
5. Milan Rossi (201 Punkte)
OK-N: Kamenik dreht den Titelkampf
Nur zwei Punkte trennten Ben Goetz (Ebert Motorsport) und Jakub Kamenik (Lanari Racing Team) vor dem Saisonfinale, entsprechend groß war die Spannung in der OK-N. Kamenik setzte bereits im Qualifying das erste Ausrufezeichen und gewann anschließend beide Heats sowie den Super Heat. Damit ging der Tscheche aus der besten Ausgangslage in das entscheidende Finale.
Auch dort übernahm Kamenik zunächst die Führung. Hinter ihm folgten Constantin Papst (TB Racing Team) und Emilio Bernd, der im weiteren Verlauf immer näher an den Spitzenreiter herankam. In der Schlussphase nutzte Bernd seine starke Pace, übernahm die Führung und setzte sich etwas ab. Bernd gewann das Finale mit der schnellsten Rennrunde vor Kamenik und Papst. Leonard Frey (Ebert Motorsport) wurde Vierter, Maximilian Engelstädter (Dörr Motorsport) setzte sich in einer großen Kampfgruppe um Rang fünf durch.
Für Kamenik reichte Platz zwei deutlich zum Titelgewinn. Mit 94 Punkten aus Wackersdorf drehte er den Zwei-Punkte-Rückstand vor dem Finale in einen Vorsprung von 34 Zählern. Goetz beendet die Saison als Vizemeister, Marius Bonconseil wurde Dritter. „Ein großer Dank an alle die mit zu dem Erfolg beigetragen haben. Nur dadurch konnte ich hier sein und letztlich auch den Titel holen“, fasste Kamenik seine Saison zusammen.
Meisterschaftsstand OK-N:
1. Jakub Kamenik (340 Punkte)
2. Ben Goetz (306 Punkte)
3. Marius Bonconseil (225 Punkte)
4. Emilio Bernd (212 Punkte)
5. Leonard Frey (209 Punkte)
KZ2: Fritsch gewinnt packendes Finale
Das größte Starterfeld des Wochenendes stellte erneut die KZ2. Daniel Stell (Kartshop Ampfing) setzte sich im Qualifying mit gerade einmal 0,009 Sekunden Vorsprung gegen Lokalmatador Valentino Fritsch (TB Racing Team) durch und gewann anschließend beide Heats. Oliver Städtler (Formula K SRP Factory Team) entschied den dritten Vorlauf für sich.
In den Super Heats schlugen Fritsch und Städtler wieder zu. Fritsch gewann die Gruppe A, Städtler setzte sich in der Gruppe B durch. Stell musste nach einer technischen Disqualifikation im Super Heat aus Rang elf in das Finale starten.
Städtler erwischte im Finale zunächst den besseren Start, doch Fritsch übernahm bereits früh die Spitze. Dahinter arbeitete sich Stell wieder kontinuierlich nach vorne. Bis zum Ende blieb die Entscheidung eng: Nach 20 Runden gewann Fritsch mit nur 0,323 Sekunden Vorsprung vor Städtler. Stell komplettierte mit der schnellsten Rennrunde das Podium. Adrian Martinz (TB Racing Team) und Emanuel Mai (Solgat Motorsport) folgten auf den Plätzen vier und fünf.
Der Meister stand bereits vor dem Wochenende fest. Marek Skrivan (TB Racing Team) hatte sich die Gesamtwertung vorzeitig gesichert und trat in Wackersdorf nicht mehr an, bei der anschließenden Jahressiegerehrung war Tscheche entsprechend bester Laune: „Das Team hat einen super Job gemacht, so dass wir bereits vor dem Finale als Meister feststanden, dafür vielen Dank an alle.“
Meisterschaftsstand KZ2:
1. Marek Skrivan (285 Punkte)
2. Oliver Städtler (265 Punkte)
3. Emanuel Mai (240 Punkte)
4. Matej Preuss (223 Punkte)
5. Marc Gerstenkorn (213 Punkte)
KZ2 Masters: Breiter sichert Titel – Adomaitis gewinnt Finale
In der KZ2 Masters entwickelte sich über das gesamte Wochenende ein abwechslungsreicher Schlagabtausch. Erich Huber eröffnete das Finale mit der Pole-Position im Zeittraining, in den Vorläufen übernahm jedoch Vytautas Adomaitis (PaskeRacing) das Kommando und gewann beide Heats.
Auch im Super Heat blieb Adomaitis vorne. Der Meisterschaftsführende Christian Breiter (Solgat Motorsport) musste dagegen nach Untergewicht im Super Heat einen Rückschlag hinnehmen und ging nur aus Rang neun in das entscheidende Rennen.
Sascha Steinhardt erwischte in diesem einen starken Start und führte die Anfangsphase an. Dahinter formierte sich eine eng zusammenliegende Spitzengruppe. Nach mehreren Positionswechseln setzte sich Adomaitis an die Spitze. Markus Rausch nutzte die Kämpfe ebenfalls und rückte auf Platz zwei vor. Erich Huber komplettierte mit der schnellsten Rennrunde das Podium, gefolgt von Steinhardt und Andreas Dresen (TB Racing Team).
Breiter wurde Sechster und sicherte sich damit die Meisterschaft. Nach vier Veranstaltungen trennten ihn lediglich 15 Punkte von Dresen, Rausch folgte als Gesamtdritter. „Es war ein recht spannendes Wochenende und nicht alles lief rund. Umso schöner ist es, dass es zum Gesamtsieg gereicht hat. Nun geht es in die Winterpause und 2027 greifen wir wieder voll an“, resümiert der Gesamtsieger am Abend.
Meisterschaftsstand KZ2 Masters:
1. Christian Breiter (345 Punkte)
2. Andreas Dresen (330 Punkte)
3. Markus Rausch (322 Punkte)
4. Klaus Parnet (256 Punkte)
5. Christoph Hewer (221 Punkte)
X30 Senior: Trajkovski gewinnt – Nowak rettet Meisterschaft
Nikola Trajkovski (VM Energy Corse Germany) war in Wackersdorf von Beginn an das Maß der Dinge. Der Sieger aus Kerpen holte die Pole-Position, gewann beide Heats und setzte sich auch im Super Heat durch. Entsprechend ging er als Führender in das Finale. Trajkovski verteidigte zunächst die Spitze, ehe Marcel Nowak in der zweiten Runde vorbeiging. Es entwickelte sich ein enger Kampf an der Spitze mit mehreren Führungswechseln. Neben Trajkovski und Nowak hielten auch Maximilian Stephan und Nikolas Buhl (Kart-Center Hemkemeyer Racing-Team) den Anschluss.
Kurz vor Rennende verlor Nowak entscheidend an Boden und fiel aus dem Kampf um den Tagessieg zurück. Trajkovski nutzte die Gelegenheit und gewann sein viertes Rennen des Wochenendes. Stephan folgte dahinter auf Platz zwei, Buhl komplettierte das Podium. Maximilian Starke (CRG Deutschland) wurde Vierter, Stella Ritter (RS-Motorsport) arbeitete sich nach einem Rückschlag in der Anfangsphase wieder nach vorne und belegte mit der schnellsten Rennrunde Rang fünf.
Nowak kam als Sechster ins Ziel und durfte trotzdem jubeln. Sein Vorsprung aus den ersten drei Veranstaltungen reichte aus, um die Meisterschaft mit 15 Punkten vor Trajkovski zu gewinnen. „Ich bin mit der eigentlichen Saison sehr zufrieden und glücklich über den Titel. Wobei dieses Wochenende nicht das beste war, ich habe dabei zu viele Fehler gemacht“, war der Champion nach dem Saisonausgang selbst kritisch.
Meisterschaftsstand X30 Senior:
1. Marcel Nowak (360 Punkte)
2. Nikola Trajkovski (345 Punkte)
3. Maximilian Stephan (299 Punkte)
4. Nikolas Buhl (284 Punkte)
5. Adrian Toni Buerger (268 Punkte)
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