RMW Motorsport beendet erste RMC-Saison mit starkem Finale in Oschersleben

Kilian Kommer verpasst Top-Drei in der Gesamtwertung denkbar knapp

24. September 2026, 17:51
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: RMW Motorsport
RMW Motorsport beendet erste RMC-Saison mit starkem Finale in Oschersleben

Ein abwechslungsreiches und teilweise turbulentes Saisonfinale erlebte RMW Motorsport am vergangenen Wochenende in der Rotax MAX Challenge Germany. In der Motorsport Arena Oschersleben schickte die Mannschaft sieben Fahrer in den Klassen Mini, Junior und Senior ins Rennen. Besonders spannend wurde es für Kilian Kommer, der bis zum Schluss um einen Podestplatz in der Meisterschaft kämpfte und die Top-Drei nach einer starken Vorstellung nur denkbar knapp verpasste.

Kommer gehörte bei den Rotax Mini über das gesamte Wochenende zur Spitzengruppe. Der amtierende WAKC-Champion kämpfte in Oschersleben noch um ein Gesamtpodium und lieferte entsprechend konzentriert ab. Auch im Finale behauptete sich der RMW-Schützling vorne und beendete den entscheidenden Lauf als starker Dritter. In der Meisterschaft fehlte ihm am Ende lediglich ein Punkt zum Sprung in die Top-Drei. Für das Team war es trotzdem ein versöhnlicher Saisonabschluss nach einem Jahr, in dem einzelne Rückschläge letztlich den kleinen Unterschied in der Titelentscheidung ausmachten.

Deutlich schwerer fand Lenni Haselwander in das Wochenende. Auf der anspruchsvollen Strecke wurden kleine Fahrfehler unmittelbar bestraft und gerade im Zeittraining konnte der Rookie die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse nicht wie erhofft umsetzen. Aus dem hinteren Feld kämpfte sich Lenni anschließend kontinuierlich nach vorne. Überholen war bei den Minis in Oschersleben allerdings alles andere als einfach, weshalb das Ergebnis am Ende hinter den Erwartungen blieb. Nach seinen starken Vorstellungen im bisherigen Saisonverlauf änderte das jedoch nichts an seiner positiven Entwicklung.

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Für Max Jr. Hoch bedeutete das Finale ebenfalls viel Neuland. Der Mini-60-Pilot kannte die Strecke zuvor nicht und musste sich erneut auf die Besonderheiten der Rotax-Klasse einstellen. Mit intensiven Trackwalks und viel Coaching steigerte er sich über die einzelnen Sessions hinweg. In den Vorläufen fehlte ihm teilweise noch die Erfahrung, wodurch es auch zu einer kleinen Berührung mit einem Teamkollegen kam. Trotzdem machte Max wichtige Fortschritte und sammelte wertvolle Kilometer für seine weitere Entwicklung.

Carl Oelschläger startete mit einem Trainingsrückstand in das Wochenende. Aufgrund schulischer Verpflichtungen verpasste er einen Teil des Freitags und musste die fehlende Fahrzeit im weiteren Verlauf aufholen. Das gelang zunehmend besser: Von Session zu Session näherte er sich der Pace des Mittelfeldes und später sogar des vorderen Drittels an. Im Super Heat und Finale zeigte sich das Potenzial deutlich, allerdings kam die Steigerung für ein entsprechend besseres Gesamtergebniss etwas zu spät.

Bei den Rotax Junioren feierte Liam Petriglieri seinen Einstand mit RMW Motorsport. Er saß in Oschersleben erstmals im neuen Kart und gewöhnte sich schnell an das für ihn ungewohnte Material sowie das Team. Schon im Zeittraining deutete er seine Möglichkeiten an. Nicht alle seiner besten Sektoren passten in einer Runde zusammen, dennoch war die Geschwindigkeit vorhanden, um in Richtung der Top-Ten zu fahren. Ein heftiger Unfall im weiteren Verlauf des Wochenendes warf ihn zurück, doch Petriglieri ließ sich davon nicht beeindrucken, kämpfte weiter und beendete seinen ersten RMW-Einsatz mit einem positiven Gefühl.

Gleich zwei Piloten vertraten die Koblenzer Mannschaft bei den Rotax Senioren. Luka Koullen stellte sich nach seinem WAKC-Meistertitel bei den X30 Senioren einer komplett neuen Herausforderung. Weder die Rotax-Senior-Klasse noch die Strecke in Oschersleben waren ihm zuvor vertraut. Trotzdem fand sich Koullen schnell zurecht und mischte bereits bei seinem ersten Einsatz in den Top-Ten mit. Nach den Heats lag er auf Rang acht und bestätigte damit seinen gelungenen Einstand.

Im Finale sorgte ein Wetterumschwung unmittelbar vor dem Start allerdings für schwierige Bedingungen und machte die Reifenentscheidung zum Glücksspiel. Für Koullen ging die Strategie nicht vollständig auf, zusätzlich wurde er im Rennen in eine Kollision verwickelt und damit um die Chance auf ein entsprechendes Ergebnis gebracht. Ungeachtet dessen hinterließ der Neueinsteiger bei seinem ersten Rotax-Senior-Wochenende einen starken Eindruck.

Auch Joshua Roever bestätigte in Oschersleben seine positive Entwicklung. Nachdem das Team am Freitag zunächst noch mit kleineren Problemen kämpfte, fanden Fahrer und Mannschaft am Samstag die passende Richtung. Roever steigerte sich daraufhin deutlich und präsentierte sich insbesondere im Rookie-Vergleich stark. Auch ihn traf das Wetterchaos im Finale, wodurch ein besseres Resultat ausblieb. Seine Entwicklung seit dem ersten gemeinsamen Einsatz in Liedolsheim stimmt das Team dennoch zuversichtlich.

„Das Finale war ziemlich turbulent, aber wir können mit unserer ersten RMC-Saison wirklich zufrieden sein. Kilian hat bis zum letzten Rennen gekämpft und am Ende hat nur ein Punkt gefehlt. Das zeigt, wie wichtig jeder einzelne Lauf über eine komplette Saison ist. Gleichzeitig haben wir bei unseren weiteren Fahrern viele Fortschritte gesehen und uns in der RMC sehr schnell wohlgefühlt. Das familiäre Umfeld gefällt uns und deshalb steht fest: RMW Motorsport wird auch 2027 wieder in der RMC Germany antreten. Interessierte Fahrer, die gemeinsam mit uns in der Rotax MAX Challenge starten möchten, können sich jederzeit gerne bei uns melden“, zog Teamchef Michael Wangard sein Saisonfazit.