Saisonfinale der AvD-ACV GKS Light-Series in Wittgenborn

19. August 2026, 16:12
Autor: AvD-ACV German Karting Series | Bilderquelle: AvD-ACV German Karting Series
Saisonfinale der AvD-ACV GKS Light-Series in Wittgenborn
Das Finale der GKS Light bot spektakuläre Rennen bei hochsommerlichen Temperaturen. Foto: Ralf Hofacker

Der Vogelsbergring des MSC-Wittgenborn begrüßte mehr als 80 Teilnehmer mit trockene Bedingungen und heisses Sommerwetter zum Finalrennen der GKS-Light-Serie. Volle Starterfelder sorgten für spannende Rennen und den letzten Titelentscheidungen in allen Klassen. Als weiteres Highlight fuhr auch der Klassik-Kart-Club Deutschland den finalen Lauf seiner Meisterschaft aus.

Die auf fast 400 Höhenmeter gelegene Kartbahn gilt als eine der fahrerisch anspruchsvollsten Kartbahnen Deutschlands und sorgte für ein würdiges Finale der GKS Light-Serie 2026. Das Konzept der Serie, eine günstige Plattform für Kartsport-Einsteiger und Hobbyfahrer zu etablieren, ist aufgegangen. Die Teilnehmerzahlen sind weiterhin konstant gestiegen und man konnte tatsächlich Anmeldungen in mittlerweile 16 verschiedenen Motorenklassen verzeichnen. Das Konzept als einzige überregionale Kart-Serie nach Clubsport-Reglement alle bekannten Motorenklassen anzubieten, setzt sich durch im deutschen Kartsport.
Mit der Zusammenlegung von verschiedenen leistungsähnlichen Motorenklassen werden größere und damit attraktivere Starterfelder erreicht, was zu mehr Positionskämpfen und einen größeren Lerneffekt bei den Teilnehmern führt.
 
Mini-Klassen: Doppelsieg für Vin Lemmer und Vincent Bert

Beim Kampf um den Sieg in der Mini60 Klasse ging kein Weg vorbei an Vincent Bert (DR Racing Kart), der sich als Newcomer tapfer mit den Top 3 Fahrer der Rotax-Mini battelte.
In der Rotax-Mini Klasse zeigte Vin Lemmer (MSC Wittgenborn) nach seinem vorzeitigen Titelgewinn in Belleben wieder sein Potential und gewann nach dem Prefinale auch souverän das Finale.
Knapp dahinter fuhr die schnelle Jenna Hansen auf Platz 2 durchs Ziel, musste diesen jedoch leider wegen Untergewicht an Lian Marten Schulz abgeben. Dahinter kompletierte Oskar Lechner mit Platz 3 die Podestränge. Ravi Mackus holte sich Platz 4 vor Maxim Ritz (Gränz Driver Development) auf Platz 5.
 
4-Takt-Klassen: Siege für Maier, Emmel, Vogt und Winkler

In der gemischten Startgruppe der 4-Takt-Klassen waren neben den Tillotson-T4-Rookies, den T4-Open-Karts auch die GTC-Karts am Start. Den Sieg in der T4-Rookies-Klasse konnte sich erneut Hannah Maier (Tripple MMM Racing) knapp vor Lennard Wolfram (ABR Motorsport) sichern.

Die T4-Open-Klasse Junior gewann diesmal Maximilian Emmel, während die T4-Open-Klasse Senior Doppelstarter Maximilian Vogt wieder für sich entschied und sich damit auch zugleich den Titel 2026 sicherte. Gastfahrer Luca Winkler (ABR-Performance) gewann in der GTC-Klasse beide Rennen.
 
Rotax-Junior-Klasse: Erik Radtke mit Doppelsieg zum Titel

Erik Radtke (PCH Racing) liess auch in Wittgenborn nichts anbrennen und holte sich den Titel in der Rotax-Junior Klasse mit einem ungefährdeten Doppelsieg. Dahinter kämpfte eine Vierer-Truppe um Platz 2, bei dem sich im Finale letztlich Joliena Marie Schulz vor Ben Völker auf Platz 3, Nick Giebelhaus auf Platz 4 und Vincent Smolski auf Platz 5 durchsetzte.

Junior-Klassen: Masser, Braun und Reetz teilen sich die Siege

 
In der starken Gruppe der Junior-Klassen mit Rotax-, ROK- und X30-Motoren ging der Sieg bei den X30-Junioren nur über Julius Masser (DK-Kartshop) und Jolina Braun (KSL Racing Team). Im Prefinale konnte sich Masser vor Braun durchsetzen. Im Finale verliess ihn jedoch das Glück und Masser musste mit technischen Problemen den Sieg der schnellen KSL-Fahrerin überlassen.
In der Junior-ROK Klasse konnte Julian Reetz bei tollen Zweikämpfem, mit Siegen in beiden Rennen überzeugen.
 
Tillotson T4 Junior: Waidhaas gewinnt beide Rennen und Maier holt den Titel

Im Hinblick auf die Saison 2027 wurden die T4-Junior Klassen und die T4-Senior Klassen aufgrund der großen Teilnehmerzahl zum ersten mal in getrennten Startgruppen gestartet.

So starteten 15 Starter bei den Junioren und kämpften um den Sieg und den weiteren Platzierungen. Dabei ging es nicht nur um die Meisterschaftsentscheidungen, sondern auch um den Gewinn der hochdotierten Weltfinaltickets für den T4 Nations Cup Anfang Oktober in Valencia. Als Meisterschaftsführender angereist konnte sich Jonas Maier im Qualyfing nur Startplatz 6 für das Prefinal Rennen sichern, während seine Titelmitstreiter Leo Waidhaas sich Startplatz 3 sicherte und Harley Schick sich sogar die Pole-Position holte. In einem spannenden Prefinale fuhr sich Waidhaas schnell an die Spitze und gewann vor dem furios fahrenden Maier, der von hinten kommend direkt vor Schick durchs Ziel fuhr. Auf den Plätzen dahinter landeten Davide Coatti auf Platz 4 und Ben Blon auf Platz 5. Das Finalrennen sollte in den Platzierungen exakt gleich enden. Damit stand final Jonas Maier als neuer T4 Junior-Meister fest, gerade mal 1 Punkt vor Leo Waidhaas und Harley Schick. Alle Drei werden in Valencia beim T4 Nations Cup die deutschen Farben vertreten.

Tillotson T4 Senior: Eckenstaler lässt nichts anbrennen und holt Siege und Titel
 
Bei den T4-Senioren sollte sich der Titel nur noch zwischen Tobias Eckenstaler (IP Karting Germany) und Renè Muth entscheiden. Hier konnte sich dann Eckenstaler mit der Pole-Position und Siegen im Prefinale und Finale dann doch klar durchsetzen und sich damit den Titel 2026 sichern. Muth hatte dem nichts entgegen zu setzen und fuhr in beiden Rennen auf Platz 2 und damit zur Vize-Meisterschaft. David Escher schaffte mit Platz 3 in beiden Rennen seine Podest Premiere und freute sich über den Pokal. Kaan Sevimli fuhr in den Rennen auf Platz 4 sicherte sich damit Platz 3 in der Meisterschaft.

Tillotson T4 Senior: Schmitz holt Doppelsieg und Titel
 
Bei den T4-Senior168-Fahrern war Jesco Schmitz wieder am Start, nachdem er in Belleben aus beruflichen Gründen aussetzen musste. Mit Pole-Position und zwei Siegen machte er den Sack zu und sicherte sich damit den Titel, sowie den damit verbundenen Gutschein zum T4 Nations Cup 2026 in Valencia. Philipp-Andreas Müller fuhr in beiden Rennen knapp dahinter auf Platz 2 vor Nicolas-Maximilian Vogt auf Platz 3. Das entsprach damit auch dem Endstand in der Meisterschaft 2026.
 
Senior-Klassen: Siege für Reger, Posnien, Protzmann und Schlossarek

Bei den leistungsstarken 2-Takt Senioren waren Teilnehmer in den Klassen Rotax Senior, X30 Senior, und Senior-ROK vertreten.
Die Rotax-Senior Kategorie gewann Tom Reger vor den Lokal-Matadoren Max Schick (MSC-Wittgenborn) und Kirill Kratz (MSC-Wittgenborn). Auf den weiteren Plätzen folgten im Finale Luca-Emanuel Stiefel auf Platz 4, der sich bereits in Belleben den Titel sichern konnte. Die Top-5 komplettierte die schnelle Holländerin Robin Bleekemolen, die mit einer tollen Aufholjagd von ganz hinten das Feld aufrollte.
In der Klasse X30 Senior triumphierte Mika Posnien für ABR Performance.

Klassik-Kart: Der Franzose Matteo Nicolle holt den Sieg
 
Nach Bopfingen, war der Klassik-Kart Club Deutschland wieder zu Gast und fuhr ebenfalls sein Finalrennen der Saison 2026 aus. Fans, Teilnehmer und Besucher konnten eine Zeitreise durch den Kartsport mit der technischen Entwicklung seit den Anfängen im Jahr 1956 bis heute live erleben, hören und riechen.
 
Im Gegensatz zu dem allgemein bekannten Rennmodus mit Qualyfing und Rennen, wird dort eine Gleichmässigkeitsprüfung durchgeführt, bei der es darauf ankommt möglichst wenig Differenzen in der Rundenzeit zu haben. In Addition beider Läufe gewann der Franzose Matteo Nicolle vor Thomas Kracht und Bart van den Hul, der in Bopfingen den Sieg einheimste.

O-Ton Serienorganisator Jean-Louis Capliuk

„Ich muss sagen, daß ich mega erleichtert bin über die Entwicklung und dem Wachstum der GKS-Light-Serie. Wir haben es geschafft die Teilnehmerzahlen auf jeder Strecke und insgesamt, im Vergleich zur Auftaktsaison 2025 mehr als zu verdoppeln.
Wir arbeiten weiter daran meine Vision von einer überregionalen Breitensportserie für alle Motorenklassen professionell auszubauen. Dabei werden wir noch mehr dafür tun, der Serie eine familäre Atmosphäre zu ermöglichen, bei der menschlich faire Entscheidungen getroffen werden, ohne stur nach Paragraphen zu gehen, die aber trotzdem im sportlichen Rahmen sind.
Die Planung für die Saison 2027 hat bereits begonnen und ich bin überzeugt, den Teilnehmern noch im Herbst ein super Konzept mit der einen oder anderen Überraschung verkünden zu können. Jetzt freuen wir uns erst einmal auf den nächsten Lauf der AvD-ACV GKS Pro kommendes Wochenende am 23.08.2026 ebenfalls in Wittgenborn, wo vielleicht schon die ersten Meisterschaftsentscheidungen der Pro-Serie fallen könnten.“