RMW Motorsport überzeugt bei Hitzeschlacht in Liedolsheim
Rookie-Sieg für Lenni Haselwander
Mit drei Fahrern reiste RMW Motorsport am vergangenen Wochenende zum vorletzten Saisonlauf der Rotax MAX Challenge Germany nach Liedolsheim. Rund 100 Fahrerinnen und Fahrer sorgten beim Comeback der Serie auf der badischen Traditionsstrecke nach 19 Jahren für volle Felder. Temperaturen von mehr als 30 Grad verlangten Mensch und Material alles ab. RMW Motorsport präsentierte sich unter den schwierigen Bedingungen stark und durfte sich am Ende über einen Rookie-Sieg sowie zwei weitere überzeugende Auftritte freuen.
Bei den Rotax Mini schickte das Team mit Lenni Haselwander und Kilian Kommer gleich zwei Fahrer ins Rennen. Lokalmatador Haselwander kannte die Strecke bereits bestens und bestätigte seine gute Form schon in den Trainings. Im Zeittraining lief es dann aber nicht wie geplant. Aus dem Verfolgerfeld rückte er das Ergebnis im ersten Heat mit einer tollen Aufholjagd wieder gerade, wurde aber durch eine Fünf-Sekunden-Strafe erneut zurückgeworfen. Der zweite Durchgang verlief nicht perfekt, trotzdem hielt er die Konzentration und startete am Sonntag im Super Heat eine weitere Aufholjagd. Als Achter und Zweiter der Rookie-Wertung ging es für ihn in das Finale.
Dort verlor Haselwander beim Start zunächst mehrere Positionen und ließ seinen Teamkollegen Kilian Kommer bewusst passieren, damit dieser schneller seinen Weg durch das Feld antreten konnte. Anschließend startete Lenni selbst eine sehenswerte Aufholjagd und kämpfte sich wieder bis auf Rang sechs nach vorne. Gleichzeitig entschied er die Rookie-Wertung für sich und setzte damit einen starken Schlusspunkt unter sein Heimrennen.
Ein zweigeteiltes Wochenende erlebte Kilian Kommer. In den Trainings gehörte er konstant zur Spitzengruppe, konnte sein Potenzial im Zeittraining aber nicht vollständig abrufen. Davon ließ sich der Youngster nicht beeindrucken und machte bereits im ersten Heat sieben Positionen gut. Auch im zweiten Durchgang arbeitete er sich weiter nach vorne, musste dort jedoch eine Strafe hinnehmen. Im Super Heat folgte der nächste Rückschlag. Während einer Slow-Phase kam es im Feld zu mehreren Auffahrunfällen, bei denen auch Kommer getroffen wurde. Trotz eines stark beschädigten Hecks setzte er das Rennen fort, musste nach dem heftigen Einschlag jedoch zusätzlich eine Frontspoilerstrafe hinnehmen.
Statt aus der zweiten Reihe nahm Kommer das Finale dadurch nur von Position neun auf. Nach einer zunächst verhaltenen Anfangsphase fand er immer besser in seinen Rhythmus und überholte einen Konkurrenten nach dem anderen. Mit Platz vier verpasste er das Podium nur knapp und unterstrich mit der schnellsten Rennrunde noch einmal eindrucksvoll seine starke Pace.
Seinen ersten Renneinsatz für RMW Motorsport absolvierte Joshua Roever bei den Rotax Senioren. Eigentlich war für den Rookie zunächst lediglich ein Test am Donnerstag geplant, doch nach einem überzeugenden Einstand entschied er sich für die Teilnahme am kompletten Wochenende. In dem mit 28 Fahrern stark besetzten Feld steigerte sich Roever von Session zu Session und arbeitete sich auch in den Vorläufen kontinuierlich nach vorne. Dabei markierte er mehrfach die schnellste Rennrunde und zeigte damit bereits deutlich, welches Potenzial in ihm steckt. Im turbulenten Finale musste er zwar einige Positionen abgeben, sicherte sich am Ende aber Rang zwei in der Rookie-Wertung. Weitere gemeinsame Einsätze mit RMW Motorsport sind bereits geplant.
„Wir können mit dem Wochenende sehr zufrieden sein. Lenni hat bei seinem Heimrennen eine richtig starke Aufholjagd gezeigt und sich mit dem Rookie-Sieg belohnt. Kilian musste gleich mehrere Rückschläge wegstecken, hat im Finale mit Platz vier und der schnellsten Rennrunde aber noch einmal gezeigt, welches Tempo möglich war. Auch Joshua hat bei seinem ersten Wochenende mit uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Seine schnellen Runden in den Heats zeigen, was in ihm steckt und welches Potenzial wir gemeinsam noch entwickeln können“, zog Teamchef Michael Wangard ein positives Fazit.
Mit dem Rennen in Liedolsheim biegt die Rotax MAX Challenge Germany endgültig auf die Zielgerade ein. Das Saisonfinale findet am 19. und 20. September in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Dort fallen nicht nur die Entscheidungen um die Meistertitel, sondern auch die um die Tickets für die RMC Grand Finals im portugiesischen Portimão.



