Packende Finals auf dem Erftlandring lassen neue Sieger jubeln
126 Fahrer beim dritten Saisonlauf des ADAC Kart Masters in Kerpen
- Henri Möhring mit perfektem Wochenende in der OK-N Junior
- Mehrere Meisterschaftsentscheidungen bleiben vor dem Finale spannend
Kerpen. Der traditionsreiche Erftlandring war am vergangenen Wochenende Austragungsort des dritten Saisonlaufs im ADAC Kart Masters. Auf der 1.107 Meter langen Strecke traten 126 Fahrerinnen und Fahrer in den sechs Klassen an. Bei strahlendem Sonnenschein am Samstag sowie hochsommerlichen Bedingungen und teils bewölktem Himmel am Sonntag erlebte die bundesweite Rennserie ein abwechslungsreiches Wochenende mit engen Rennen und wichtigen Entscheidungen im Hinblick auf das Saisonfinale. In den Finals setzten sich Cees Muys (Mini A), Thies Maaß (Mini B), Henri Möhring (OK-N Junior), Constantin Papst (OK-N), Nikola Trajkovski (X30 Senior), Marek Skrivan (KZ2) sowie Andreas Dresen (KZ2 Masters) durch.
Mini: Cees Muys setzt sich im engen Spitzentrio durch
Der belgische Gastpilot Cees Muys (CS Competition) eröffnete das Wochenende mit der Bestzeit im Qualifying, in den Heats übernahm jedoch Leo Klok (CRG Holland) das Kommando. Der Meisterschaftsführende aus den Niederlanden gewann beide Vorläufe, ehe Muys im Super Heat wieder zurückschlug. Klok führte trotzdem das Feld ins Finale. In diesem bildeten Muys, Maddox Mason (Lanari Racing Team) und Klok ein enges Spitzentrio. Muys hielt seine beiden Verfolger über die gesamte Distanz in Schach und sicherte sich den Sieg. Mason wurde Zweiter und fuhr gleichzeitig die schnellste Rennrunde, Klok folgte auf Platz drei. Albert Poulsen (Poulsen Motorsport) und Leandros Margaritis (CRG Holland) komplettierten die Top-Fünf. In der Meisterschaft der Mini A geht Klok mit einem deutlichen Vorsprung in das Saisonfinale. Bei den Mini B gewann Thies Maaß (Formula K SRP Factory Team) als einziger Starter.
Meisterschaftsstand Klasse Mini A nach 3 von 4 Läufen:
- Leo Klok (262 Punkte)
- Lion Osaj (197 Punkte)
- Roman Meister (174 Punkte)
- Maddox Mason (172 Punkte)
- Leandros Margaritis (169 Punkte)
OK-N Junior: Dominates Wochenende von Henri Möhring
Henri Möhring (Dörr Motorsport) ließ in der OK-N Junior von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Der Meisterschaftsführende holte die Pole-Position, gewann beide Heats und setzte sich auch im Super Heat durch. Damit startete er aus der ersten Position in das entscheidende Finale.
Auch dort bestimmte Möhring das Geschehen. Er setzte sich früh von seinen Verfolgern ab und gewann mit deutlichem Vorsprung sowie der schnellsten Rennrunde. Dahinter erwischte Carlos Nees (Nees Racing) einen starken Start und behauptete Rang zwei. Im Verfolgerfeld entwickelte sich derweil ein intensiver Kampf um die weiteren Positionen. In der Schlussphase setzte sich Jonathan Maier (AT-Motorsport) auf Rang drei fest und komplettierte das Podium. Mattao Mason (Lanari Racing Team) wurde Vierter, Paul Bernhard (Team75 Bernhard) beendete das Finale auf Rang fünf. Pech hatte Milan Rossi (Lanari Racing Team), der bereits in der Anfangsphase auf aussichtsreicher Position ausrollte. Möhring reist nun mit 59 Punkten Vorsprung zum Finale.
Meisterschaftsstand Klasse OK-N Junior nach 3 von 4 Läufen:
1. Henri Möhring (285 Punkte)
2. Carlos Nees (226 Punkte)
3. Milan Rossi (169 Punkte)
5. Jonathan Maier (167 Punkte)
6. Edin Keserovic (146 Punkte)
OK-N: Constantin Papst triumphiert im Finale
In der OK-N wechselten die Kräfteverhältnisse während des Wochenendes mehrfach. Leonard Frey (Ebert Motorsport) startete mit der Pole-Position und gewann den ersten Heat. Den zweiten Vorlauf entschied Jakub Kamenik (Lanari Racing Team) für sich. Im Super Heat setzte sich dann Ben Goetz (Ebert Motorsport) durch und sicherte sich damit die beste Ausgangsposition für das Finale.
Dort erwischte Constantin Papst (TB Racing Team) einen starken Start. Er übernahm die Spitze und bestimmte anschließend das Tempo. Kamenik arbeitete sich im weiteren Verlauf auf Rang zwei vor und konnte die Lücke zum Führenden nochmals verkürzen, kam aber nicht mehr in unmittelbare Schlagdistanz. Hinter Papst und Kamenik wurde Goetz als Dritter gewertet erhielt jedoch im Anschluss des Rennens eine Zeitstrafe. Gegen diese legte er Berufung ein und vertagte die endgültige Entscheidung an den grünen Tisch. Goetz Teamkollege Frey folgte auf Platz vier, Marius Bonconseil (Ebert Motorsport) komplettierte nach einer Fünf-Sekunden-Strafe die Top-Fünf.
Meisterschaftsstand Klasse OK-N nach 3 von 4 Läufen:
1. Ben Goetz (248 Punkte)
2. Jakub Kamenik (246 Punkte)
3. Marius Bonconseil (187 Punkte)
4. Leonard Frey (143 Punkte)
5. Adrian Lorenz (135 Punkte)
X30 Senior: Strafen ändern Ausgang eines Fotofinishs
Der zweifache Saisonsieger Marcel Nowak ging nach der Pole-Position, einem Heat-Sieg und dem Erfolg im Super Heat aus einer starken Ausgangslage in das Finale. Den zweiten Heat am Samstag hatte zuvor Nikolas Buhl (Kart-Center Hemkemeyer Racing-Team) gewonnen.
Nowak verteidigte zunächst im Finale die Spitze, fiel zwischenzeitlich jedoch bis auf Rang drei zurück. Danach kämpfte er sich wieder nach vorne und verschaffte sich etwas Luft zu den Verfolgern. In der Schlussphase schloss Nikola Trajkovski (VM Energy Corse Germany) wieder auf und sorgte für Spannung bis zur Ziellinie. Nach dem Rennen sorgten jedoch Strafen für eine neue Reihenfolge. Nowak erhielt fünf Strafsekunden und fiel damit auf Platz drei zurück. Trajkovski wurde somit als Sieger gewertet, Patrick Burakowski (Kart-Center Hemkemeyer Racing-Team) rückte auf Rang zwei vor. Dahinter ging es ebenfalls extrem eng zu: Maximilian Stephan, Adrian Toni Buerger (ADAC Mittelrhein e.V.) und Buhl erreichten die Ziellinie nahezu nebeneinander. Auch Buhl erhielt fünf Strafsekunden und wurde auf Rang sechs zurückgestuft. Damit belegten Stephan und Buerger die Plätze vier und fünf. Nowak verteidigt trotz der Strafe seine Meisterschaftsführung und reist mit 43 Punkten Vorsprung zum Finale.
Meisterschaftsstand Klasse X30 Senior nach 3 von 4 Läufen:
1. Marcel Nowak (288 Punkte)
2. Nikola Trajkovski (245 Punkte)
3. Nikolas Buhl (216 Punkte)
4. Maximilian Stephan (215 Punkte)
5. Adrian Toni Buerger (199 Punkte)
KZ2: Skrivan gewinnt und baut Tabellenführung aus
Bei den Schaltkarts eröffnete Oliver Städtler (Formula K SRP Factory Team) das Wochenende mit der Pole-Position. In den drei Gruppen-Heats setzte sich Städtler einmal durch, während Daniel Stell (Kartshop Ampfing) zwei Siege einfuhr. Für Stell folgte im Super Heat jedoch ein Rückschlag: Eine Disqualifikation warf ihn deutlich zurück. Städtler ging von der Pole-Position in das Finale, Marek Skrivan (TB Racing Team) startete neben ihm. Den besseren Start erwischte Skrivan und setzte sich an die Spitze. Städtler schloss die Lücke wieder und übernahm zwischenzeitlich das Kommando, schied später jedoch mit einem technischen Problem aus. Damit lag Skrivan erneut vorne.
Währenddessen arbeitete sich Stell durch das Feld und schloss bis zum Führenden auf. Der Spitzenreiter aus Tschechien hielt dem Druck jedoch stand und fuhr den Sieg nach Hause. Stell wurde Zweiter und Kevin Wagner (TB Racing Team) sicherte als Dritter ein Doppelpodium für das TB Racing Team. Jayden Gushiken (Formula K SRP Factory Team) kämpfte sich auf Platz vier nach vorne, Marc Gerstenkorn (Mach1 Motorsport) komplettierte die Top-Fünf. Mit seinem Erfolg machte Skrivan auch in der Meisterschaft einen großen Schritt. Der Tscheche reist mit 106 Punkten Vorsprung zum Saisonabschluss und kann nur noch theoretisch vom Spitzenplatz verdrängt werden.
Meisterschaftsstand Klasse KZ2 nach 3 von 4 Läufen:
1. Marek Skrivan (285 Punkte)
2. Matej Preuss (179 Punkte)
3. Emanuel Mai (166 Punkte)
4. Oliver Städtler (164 Punkte)
5. Eric Wess (143 Punkte)
KZ2 Masters: Lokalmatador Dresen schlägt im Finale zu
In der KZ2 Masters meldete sich Sascha Steinhardt (Sascha Steinhardt) nach einer längeren Kartpause eindrucksvoll zurück. Der frühere DKM-Pilot gewann den ersten Heat sowie den Super Heat und sicherte sich damit die Pole-Position für das Finale. Andreas Dresen (TB Racing Team) hatte zuvor bereits den zweiten Heat für sich entschieden und zeigte an seinem 61. Geburtstag mit zwei schnellsten Rennrunden seine Ambitionen.
Steinhardt verteidigte am Start zum Finale die Führung und hielt den Lokalmatador lange hinter sich. Dresen blieb jedoch in Schlagdistanz und nutzte nach 14 Runden seine Chance. Er übernahm die Spitze und fuhr anschließend vor heimischer Kulisse zum Sieg. Steinhardt beendete sein Comeback-Wochenende auf Rang zwei. Dahinter lieferten sich Maarten Versteegh und Christian Breiter (Solgat Motorsport) einen engen Kampf um den letzten Podestplatz. Versteegh setzte sich durch, Breiter wurde Vierter und nahm wichtige Meisterschaftspunkte mit. Markus Rausch (Markus Rausch) komplettierte die Top-Fünf.
Meisterschaftsstand Klasse KZ2 Masters nach 3 von 4 Läufen:
1. Christian Breiter (270 Punkte)
2. Andreas Dresen (236 Punkte)
3. Markus Rausch (236 Punkte)
4. Klaus Parnet (178 Punkte)
5. Christoph Hewer (169 Punkte)
Nach drei von vier Rennwochenenden richtet sich der Blick nun vollständig auf das Saisonfinale. Anfang Oktober (02.-04.10.) fallen im ProKart Raceland Wackersdorf die Entscheidungen im ADAC Kart Masters 2026. Während in einigen Kategorien sich schon Favoriten abzeichnen, versprechen insbesondere die knappen Konstellationen in der OK-N und KZ2 Masters nochmals einen spannenden Schlusspunkt der Comeback-Saison.



















