Julius Grabow beeindruckt in Mülsen mit Platz zwei
Nachwuchspilot trotz technischen Problemen und überzeugt
Ein emotionales Rennwochenende liegt hinter Kartrennfahrer Julius Grabow. Der junge Pinneberger ging auf der anspruchsvollen Rennstrecke in Mülsen im Rahmen der Rotax MAX Challenge Germany an den Start und stellte sich dabei besonderen Herausforderungen. Trotz technischer Probleme bewies der Nachwuchspilot Kampfgeist, etablierte sich in der Spitze der Mini-Kategorie und bejubelte am Ende einen starken zweiten Platz im Finale.
Julius Grabow aus Pinneberg startet in dieser Saison gemeinsam mit Kraft Motorsport in der RMC Germany, der offiziellen deutschen Meisterschaft des österreichischen Motorenherstellers Rotax. Nach vielversprechenden Trainingstagen am Donnerstag und Freitag startete der Elfjährige mit großen Erwartungen in den Renntag. Doch ab Freitagnachmittag traten Motorprobleme auf, die sich auch im Warm up am Samstag bemerkbar machten. Da der Motor nach der technischen Abnahme nicht mehr gewechselt werden durfte, musste Julius das gesamte Rennwochenende mit einem Leistungsdefizit bestreiten.
Davon ließ sich der Schleswig-Holsteiner jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Im Qualifying nutzte Julius den Windschatten optimal aus und fuhr auf den starken vierten Platz. Auch in den Heats präsentierte sich der Gymnasiast in Bestform: Mit den Positionen vier und drei arbeitete er sich in der Gesamtwertung trotz der schwierigen Ausgangslage bis auf Rang zwei nach vorne.
Im Super Heat startete Julius aus der ersten Reihe und erwischte einen perfekten Auftakt. Mit einem mutigen Manöver auf der Außenseite setzte er sich direkt an die Spitze des Feldes. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen arbeitete er im weiteren Rennverlauf hervorragend zusammen und überquerte die Ziellinie schließlich auf dem zweiten Platz.
Auch im entscheidenden Finale bewies Julius erneut seine Qualitäten. Nach einem schwierigen Start fiel er zunächst in das Verfolgerfeld zurück, kämpfte sich jedoch schnell wieder in die Spitzengruppe. In mehreren engen Positionskämpfen behielt der Nachwuchsrennfahrer einen kühlen Kopf und machte bis zum Schluss Plätze gut. Im spektakulären Foto-Finish sicherte sich Julius schließlich den zweiten Rang und durfte damit auf das Podium steigen.
„Ich bin super happy mit diesem Wochenende. Trotz der schwierigen Bedingungen haben wir das Maximum herausgeholt. Die Zusammenarbeit im Team war einfach grandios und wir haben nie aufgegeben. Dass wir unter diesen Voraussetzungen bis auf das Podest fahren und jetzt auch auf Platz zwei der Meisterschaft liegen, macht mich richtig stolz. Jetzt freue ich mich schon auf das nächste Rennen in Liedolsheim“, fasste Julius das Wochenende zufrieden zusammen.
Weiter geht es für Julius Grabow schon beim nächsten Lauf der Rotax MAX Challenge Germany in Liedolsheim Anfang August. Dort möchte der Kraft Motorsport-Schützling an seine starke Form anknüpfen und den Kampf um die Meisterschaft weiter offenhalten.





