Nees Racing mit starker Pace und Podium in Mülsen

7. Juli 2026, 12:00
Autor: Timo Deck | Bilderquelle: Timo Deck
Nees Racing mit starker Pace und Podium in Mülsen

Das Nees Racing Team reiste am vergangenen Wochenende (4. und 5. Juli) ins sächsische Mülsen. Anlass war das Halbzeitrennen der Rotax MAX Challenge Germany. Auf der Highspeedstrecke bei Zwickau mischten gleich acht Schützlinge von Teamchef Manuel Nees die Rennen auf und zeigten einen starken Speed, der am Ende mit einem Podestplatz belohnt wurde …

Viel Pech hatte Jacques Geruschke bei den Minis: Der Youngster hatte im freien Training einen schweren Unfall und musste mit einer Schulterverletzung im Krankenhaus operiert werden. Es geht ihm mittlerweile den Umständen entsprechend gut und das Team hofft, ihn baldmöglichst wieder auf der Strecke begrüßen zu können. Für Teamkollege Noah Lennox spielten die Ergebnisse in Mülsen eine untergeordnete Rolle. Der Neuzugang und Rookie im Team sammelte wichtige Erfahrungen, auf denen er für die weiteren Rennen aufbauen kann.

Carlos Nees drückte den Junioren seinen Stempel auf: Im Qualifying markierte er die Bestzeit im vollbesetzten Feld. Doch die Hiobsbotschaft folgte im Anschluss: Carlos wurde wegen eines technischen Vergehens an der Kupplung seines Karts disqualifiziert. Teamchef und Vater Manuel Nees nahm es auf seine Kappe: „Das habe ich versemmelt. Durch den ganzen Stress mit Jacques hatte ich die Kupplungsglocke vor dem Zeittraining nicht mehr gereinigt und es befand sich noch Kettenspray innen, was reglementsbedingt verboten ist.” Doch Carlos ließ sich von der Strafversetzung ans Ende des Feldes nicht beeindrucken. In den Vorläufen arbeitete er sich kämpferisch auf Position elf nach vorne und im Superheat glänzte er als hervorragender Vierter. Damit stand letztlich der sechste Startplatz für das Finale zu Buche. Diesen wusste der Youngster zu nutzen: Er bugsierte sich in die Spitzengruppe und lieferte sich einen packenden Kampf um die Podestplätze. Als Zweiter verpasste er den Sieg im Foto-Finish um lediglich 0,060 Sekunden. Teamkollege Angus Bird absolvierte sein erstes Rotax-Rennen und musste sich zunächst mit dem für ihn neuen Motor vertraut machen. Er konnte sich das gesamte Wochenende kontinuierlich steigern, hatte aber im Finale Pech und wurde in einen Unfall verwickelt.

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Stark präsentierten sich die Senioren des Nees Racing Teams. Allen voran blickt Moritz Wolber auf sein bislang bestes Wochenende zurück: Er überzeugte schon im Qualifying als Siebter im 41-köpfigen Feld. Diese Leistung bestätigte er als Zehnter der Vorläufe und Zwölfter des Superheats. Im Finale, das nach einem Regenschauer auf abtrocknender Piste stattfand, entschied sich Wolber für die falschen Reifen, rettete unter diesen Umständen als 16. aber dennoch ein beachtliches Ergebnis. Teamkollegin Anne Frommhold setzte im Zeittraining mit P12 ein Ausrufezeichen, rutschte jedoch in der weiteren Qualifikationsphase aufgrund eines Ausfalls im Superheat weit zurück. Im Finale traf auch sie die falsche Reifenwahl und musste sich mit Rang 30 begnügen. Im Hauptrennen hätte die große Stunde für Jara Fanselow schlagen können. Nach einem bis dato bescheidenen Wochenende setzte sie bei der Reifenlotterie auf die richtigen Pneus und wollte zur Aufholjagd blasen. Eine Kollision machte ihr aber nach wenigen Runden einen Strich durch die Rechnung.

Last but not least komplettierte Alexander Seibt die Teamergebnisse im DD2 Masters. Er startet im Qualifying als Vierter ins Wochenende, steigerte sich in den Vorläufen auf P3 und wurde Zweiter des Superheats. Im Finale konnte er diese Tendenz nicht fortsetzen. Nach einem Umbau am Kart musste er dem Feld hinterherstarten, schlug im Rennverlauf in die Streckenbegrenzung ein und musste sein Kart beschädigt an der Box abstellen.

Teamchef Manuel Nees zog am Abend Bilanz: „Ich bin durchaus zufrieden mit dem Wochenende. Unsere Senioren waren sehr gut aufgestellt, auch wenn im Finale das Glück gefehlt hat. Im DD2 Masters wäre sicherlich ein Podestplatz oder sogar der Sieg drin gewesen, den wir aber leider verpasst haben. Dafür lief es trotz anfänglicher Probleme bei den Junioren sehr gut und wir sind um einen Wimpernschlag am Sieg vorbeigeschrammt. An dieser Stelle wünschen wir Jacques noch eine schnelle Genesung und freuen uns, wenn er wieder mit von der Partie ist.“

Weiter geht es für die RMC-Delegation des Nees Racing Teams am 8. und 9. August im badischen Liedolsheim mit dem vorletzten Saisonlauf der Rotax MAX Challenge Germany.

Alle Informationen rund um das Nees Racing Team gibt es im Web auf www.nee