Fünf Kartfahrer im Motorsport Team Germany 2026 

Vorstellung des Förderkaders in der Motorworld München

7. Februar 2026, 8:38
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: ADAC / Gruppe C
Fünf Kartfahrer im Motorsport Team Germany 2026 

In der Motorworld München wurde am Freitag das Motorsport Team Germany präsentiert. Gleich fünf Kartfahrer gehören in der kommenden Saison zum insgesamt 26-köpfigen Förderkader des Motorsport Team Germany, das von der ADAC Stiftung Sport gemeinsam mit dem DMSB getragen wird. Damit unterstreicht das Programm einmal mehr die zentrale Rolle des Kartsports als Fundament für internationale Motorsportkarrieren.

Insgesamt umfasst der Kader Nachwuchstalente aus neun Disziplinen. Gerade der Kartsport gilt seit Jahrzehnten als erste Leistungsstufe auf dem Weg in den professionellen Motorsport – entsprechend hoch sind die Anforderungen im Auswahlverfahren. In einem intensiven Sichtungsprozess setzten sich Amin Kara Osman, Henri Möhring, Carlos Nees, Lars Ramaer und Devin Titz durch und empfahlen sich für die Aufnahme in den Förderkader 2026.

Ziel der Förderung ist es, die Fahrer ganzheitlich auf eine internationale Karriere vorzubereiten. Dazu gehören Schulungen in den Bereichen Fitness, Mentaltraining, Medienarbeit, Sponsoring und Fahrzeugtechnik ebenso wie disziplinbezogene Trainingsfahrten und Coachings auf der Rennstrecke. Gerade im Kartsport, in dem die Leistungsdichte hoch und der nächste Karriereschritt frühzeitig vorbereitet werden muss, ist dieser professionelle Rahmen ein entscheidender Baustein.

Ein zusätzlicher Anreiz für die Förderfahrer ist der sogenannte Mentoring Circle im Automobilsport. Hersteller wie Audi, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota bündeln hier ihre Aktivitäten und eröffnen Perspektiven von Simulatorprogrammen über Testfahrten bis hin zu möglichen Juniorförderungen. Auch für Kartfahrer entsteht dadurch frühzeitig der Kontakt zu professionellen Strukturen, die den Übergang in höhere Klassen erleichtern können.

Wie erfolgreich dieser Weg sein kann, zeigen die Mitglieder des Weltkaders. Mit Laurin Heinrich als Porsche-Vertragsfahrer und Max Hesse als BMW-M-Werkspilot haben zwei ehemalige Förderfahrer den Sprung in den internationalen GT-Sport bereits geschafft. Sie stehen beispielhaft für eine Entwicklung, deren Ursprung häufig im Kartsport liegt, und dienen dem aktuellen Nachwuchs als greifbare Orientierung.

„Dem Motorsport Team Germany gehören auch in diesem Jahr wieder die talentiertesten deutschen Nachwuchssportler an“, erklärte Wolfgang Dürheimer, Vorsitzender der ADAC Stiftung Sport, im Rahmen der Präsentation. Gemeinsam mit dem DMSB habe man einen Kader zusammengestellt, der das Ziel verfolgt, deutsche Fahrer perspektivisch zurück an die Weltspitze zu führen. Auch DMSB-Präsidiumsmitglied Jürgen Hieke betonte die Bedeutung der strukturierten Nachwuchsarbeit und des anspruchsvollen Auswahlverfahrens.

Mit der Berufung von fünf Kartfahrern in den Förderkader 2026 setzt das Motorsport Team Germany ein deutliches Zeichen für den Stellenwert des Kartsports. Die Kombination aus sportlicher Förderung, professioneller Ausbildung und klarer Perspektive in Richtung internationaler Meisterschaften schafft optimale Voraussetzungen dafür, dass aus heutigen Karttalenten die erfolgreichen Motorsportler von morgen werden.