8. Mai 2018, 18:59 | Autor: Timo Deck

Das Praga Official Racing Team Germany zog es am vergangenen Wochenende (05./06.05.2018) ins belgische Genk zum Auftakt der ROTAX MAX Challenge Germany. Das mit 16 Meistertiteln erfolgreichste deutsche RMC-Team hat sich auch für 2018 einiges vorgenommen – auch wenn es beim ersten Schlagabtausch des Jahres noch nicht ganz rund lief …

Bei den Minis vertrat Dominik Reuters die Teamfarben. Der Youngster ging es im Zeittraining verhalten an und begnügte sich mit Position fünf. Doch im ersten Wertungslauf drehte Reuters auf und bugsierte sich auf den starken dritten Rang nach vorne. Dieses Ergebnis wollte der Praga-Pilot im zweiten Durchgang wiederholen, doch eine Kollision warf ihn in aussichtsreicher Position liegend aus dem Rennen. Im letzten Lauf des Tages betrieb Reuters Schadenbegrenzung: Er kämpfte sich vom Ende des Feldes noch bis auf Rang fünf nach vorn und belegte die selbe Platzierung auch in der Tageswertung.

Durchwachsen verlief der Auftakt für die Senioren des Siegburger Rennstalls: Leander Schneider holte sich im ersten Wertungslauf mit Platz 16 ein durchaus beachtliches Ergebnis, blieb dann aber als 23. und 27. hinter den Erwartungen zurück. Teamneuzugang Martin Frasch, der seine Sporen bislang im Clubsport-Bereich verdiente, musste noch einiges an Lehrgeld bezahlen: Er schied im ersten Rennen aus und wurde im in den weiteren Läufen als 26. und 25. gewertet. Der Dritte im Bunde der Team-Senioren war Lorenzo Heyder, der ebenfalls seine erste RMC-Veranstaltung bestritt. Der Formula-K-Pilot, der bereits im Langstrecken-Kartsport unterwegs war, überraschte im Zeittraining positiv mit dem 16. Rang. Auch in den Rennen war er schnell unterwegs, allerdings warf ihn gleich zweimal eine Kollision vorzeitig ins Aus und so war die einzig zählbare Zielankunft ein verhaltener 21. Platz.

In der DD2-Masters-Klasse ruhen die Teamhoffnungen 2018 auf Thomas Piert. Der zweifache RMC-Champion war in Genk in guter Form und verschaffte sich als Vierter des Qualifyings eine gute Ausgangslage für das erste Rennen. In diesem bestätigte er seine Leistung und brachte erneut Platz vier ins Ziel. Eine Schippe nachlegen konnte der Praga-Fahrer im zweiten Wertungslauf: Hier kämpfte sich Piert an die Spitze des Feldes, doch der Sieg war ihm nicht vergönnt. Gegen Rennmitte geriet er mit einem Kontrahenten aneinander  und musste sein Kart mit einem Folgeschaden abstellen. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch arbeitete er sich im letzten Rennen des Wochenendes vom Ende des Feldes bis auf Position sieben vor, musste aber letztlich noch eine Zeitstrafe akzeptieren, die ihn auf den zehnten Schlussrang zurückwarf.

Neben Thomas Piert gingen auch Pierre Winkler und Christoph Neumann im DD2 Masters auf die Reise. Die beiden Clubsportler wollten das Rennen in Genk zum „Reinschnuppern” nutzen. Für Neumann sprangen dabei zwei 13. Plätze und ein 14. Rang heraus. Winkler wurde einmal wegen Untergewichts disqualifiziert, konnte aber auch zweimal als 16. das Ziel sehen.

Die Überraschung des Wochenendes war mit Sicherheit Joshua Heyder in der DD2-Klasse. Wie sein Bruder Lorenzo, kommt auch Joshua aus dem Kart-Langstreckensport, bewies in Genk aber eindrucksvoll, dass er auch im Sprint-Bereich mitmischen kann. So platzierte sich der Sauldorfer im Zeittraining sofort auf Rang sechs des elitären DD2-Feldes. In den Rennen musste er zwar ein paar Federn lassen, schaffte aber in jedem Lauf den Sprung in die Top-Ten und wurde in der Tageswertung mit Rang neun belohnt.

Teamchef Manfred Haufe war zum Schluss nur bedingt zufrieden: „Ein wirkliches Top-Ergebnis ist uns leider verwehrt worden. Da ist noch reichlich Luft nach oben. Trotzdem konnten wir sehen, dass wir bei den Minis und im DD2 Masters ganz vorne mitmischen können. Auch unsere Neuzugänge haben teilweise eine überraschend starke Vorstellung abgeliefert. Beim nächsten Rennen in Kerpen müssen daraus jetzt zählbare Resultate werden.”