2. August 2017, 22:16 | Autor: Emilien Denner

„Es ist unglaublich was für eine Entwicklungskurve bei Emilien zu erkennen ist. Selbst wenn es mal nicht läuft hängt er sich rein, um das Beste aus sich und dem Material raus zu holen.“, so Emiliens Manager André Scheffknecht nach dem Wochenende in Oppenrod ‑ Doch fangen wir von vorne an. Letztes Wochenende war es wieder soweit. Nach dem Startunfall in Wackersdorf bei der Deutschen Schaltkart Meisterschaft vor zwei Wochen saß Emilien Denner in Oppenrod wieder im Kart. Das ACV Kart Nationals stand auf dem Plan und damit das vorletzte Rennen in der Meisterschaft 2017. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sollte sich am Ende doch alles zum Guten wenden.

Die Samstagstests dienten vor allem zum Testen, denn das beste Setup für Motor und Chassis musste gefunden werden, damit Emilien seine Leistung auch abrufen konnte. Als Tabellenzweiter nach Oppenrod gereist, auf der er zuvor noch kein einziges Mal fahren war, war sein Ziel dennoch klar definiert. Seinen Tabellenplatz festigen und somit den zweiten Rang in seiner ersten Kartsaison wäre das absolute Highlight für den jungen Franzosen. Erst als man vor dem letzten Stint das gesamte Setup überarbeite, konnte Emilien wieder mithalten ‑ Hoffnungsschimmer für den Rennsonntag.

Im Warm-Up am Sonntag dann die kleine Ernüchterung, denn mit sieben Zehntelsekunden hinter dem Spitzenreiter sprang gerade mal der neunte Rang für ihn raus. Auch wenn es an der Spitze der Meisterschaft sehr eng zu ging war es noch nicht das Resultat, dass sich das Team rund um Emilien Denner vorgestellt hatten. Auch im Zeittraining war eine deutliche Steigerung noch nicht zu erkennen. Nur der siebte Platz und damit die vierte Startreihe für den ersten Lauf. „Ich habe schon die Vizemeisterschaft an meinem gedanklichen Auge vorbeiziehen sehen. Bis hier hin war an dem Wochenende kein Blumentopf zu gewinnen.“, so Emilien selbst über den bisherigen Verlauf des Wochenendes.

Der Speed änderte sich dann im ersten Lauf. Zwar hing er das gesamte Rennen hinter einem Konkurrenten fest und beendete das Rennen auf Rang acht, jedoch konnte man anhand der Rundenzeiten erkennen, dass er noch weiter vorne mitfahren hätte können. Nach einem guten Start im zweiten Rennen kämpfte Emilien in allen Runden gegen mehrere Piloten gleichzeitig. An schien unmöglichen Stellen setzte er zu Überholmanövern an und bewies allen, welches Talent in ihm steckt. Platz vier war für ihn an diesem Wochenende das Maximum. Sichtlich zufrieden zeigte er sich am Abend bei der Siegerehrung: „Vor allem für Rennen zwei hat sich die gesamte Arbeit des Teams gelohnt. Am Ende kann ich sogar noch einen Pokal mit nach Hause nehmen, womit am Samstag noch keiner gerechnet hatte.“

Mit wichtigen Punkten konnte seinen zweiten Platz in der Meisterschaft festigen und reist damit als erster Verfolger zum Erftlandring nach Kerpen. Mitte September steht dann das große Finale des ACV Kart Nationals an. Vorher werden noch weitere Veranstaltung von Emilien Denner bestritten. Unter anderem die Deutsche Kart Meisterschaft in Lonato, bei seinem ersten Auslandsgastspiel in Italien.