30. Dezember 2017, 17:06 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Mit dem Jahreswechsel geht eine ereignisreiche Kartsport-Saison 2017 zu Ende. Leon Köhler beendete eine lange deutsche Durststrecke und sicherte sich den Europameisterschaftstitel in der Schaltkart-Klasse KZ2. Das war aber nicht das einzige Highlight, wir schauen in unserem Rückblick noch einmal auf die Geschehnisse der vergangenen zwölf Monate.

Bereits im Januar startete das Jahr 2017 mit Vollgas. In Offenbach am Main besuchten tausende Kartsport-Fans die internationale Kartmesse und sahen die neusten Highlights des Jahres. Parallel startete die WSK-Saison mit dem Champions Cup und der Super Masters Series. Mehrere deutsche waren am Start und ließen auf eine erfolgreiche Saison hoffen. Ob international, national oder im Clubsport, überall gab es tollen Rennsport zu sehen.

Aus deutscher Sicht gab es gleich mehrere Highlights. Eines davon war der Gewinn der Schaltkart-Europameisterschaft. Leon Köhler aus dem KSM Schumacher Racing Team setzte sich in der Kategorie KZ2 gegen die internationale Konkurrenz durch und beendete eine elfjährige Durststrecke. Ebenso faszinierend war das Gastspiel der Schaltkart-Weltmeisterschaft im Prokart Raceland Wackersdorf. Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse lieferte sich die Weltelite einen aufregenden Fight mit Paolo De Conto als strahlenden Sieger. Nach 2016 wiederholte der Italiener seinen Erfolg. Doch damit nicht genug: De Conto gewann auch die Europameisterschaft, das Super National in Las Vegas und das Stars of Karts in Australien. Alex Irlando rundete die CIK-FIA Schaltkart-Events mit dem Gewinn des KZ2 Super Cup in Wackersdorf ab.

In den OK-Kategorien ging bei den Junioren diesmal kein Weg an Forza Racing aus England vorbei. Das Team von Jamie Croxford gewann die Europa- und Weltmeisterschaft. In der EM ging der Titel an den Briten Jonny Edgar. Sein Landsmann und Teamkollege Dexter Patterson gewann vor heimischem Publikum die Weltmeisterschaft. Bei den Senioren sorgte Kartsport-Ikone Dino Chiesa für eine Überraschung. Der Italiener holte mit dem unbekannten Danny Keirle die OK Weltmeisterschaft. Sieger der OK Europameisterschaft wurde Sami Taoufik aus der Mannschaft von Ricky Flynn Motorsport. Auch die deutschen OK-Fahrer wussten vor internationaler Kulisse zu überzeugen. Hugo Sasse stand beim EM-Finale in Kristianstad als Dritter auf dem Siegerpodium, Hannes Janker beendete die Weltmeisterschaft als starker Siebter.

Neuland betrat die Deutsche Kart Meisterschaft. Erstmals fand ein Rennen in Italien statt – der South Garda Circuit war Abschluss einer aufregenden Saison mit knappen Entscheidungen. Vor dem Finale war der Titelkampf noch in allen vier Klassen offen. Bei schwierigen Bedingungen vielen am Fuße des Gardasees die letzten Entscheidungen. Das Double schaffte Dennis Hauger aus Norwegen. Nach dem Junioren-Titel in 2016, gewann er nun die Deutsche Kart Meisterschaft. Sein Nachfolger in der DJKM wurde der Niederländer Kas Haverkort. In der Deutschen Schalt Kart Meisterschaft ging kein Weg an Jorrit Pex vorbei. Zum sechsten Mal gewann er den Titel und schrieb damit erneut Geschichte. Der Österreicher David Detmers triumphierte im DMSB Schalt Kart Cup.

Die größte nationale Rennserie war erneut das ADAC Kart Masters. Durchschnittlich über 130 Fahrerinnen und Fahrer gingen an den Start und sahen in Wackersdorf Marc Schmitz (Bambini), Daniel Gregor (X30 Junior), Jan-Philipp Springob (X30 Senior), Marius Zug (OK Junior), Felix Arnold (OK) und Leon Köhler (KZ2) als neue Champions.

Neu ins Leben gerufen wurde die ADAC Kart Academy, die Teilnehmer starteten an fünf Rennwochenenden verteilt in der DKM und dem ADAC Kart Masters mit Einheitsmaterial. Als erster Meister beendete Tim Tramnitz aus Hamburg das Premierenjahr.

Einen ebenfalls wieder großen Zuspruch erlebte die Rotax Max Challenge Germany. In der Single-Brand-Series ging es für die Piloten um die renommierten Titel und die heißbegehrten Tickets für das Weltfinale in Portugal. Die Rennsaison umfasste wieder sechs Veranstaltungen. Allen Grund zum Jubeln hatten am Ende die Meister Moritz Schmeiss (Micro), Linus Hensen (Mini), Ben Dörr (Junioren), Tamino Bergmeier (Senioren), Tommy Helfinger (DD2 Masters) und Martin Mortensen (DD2). Neben den Sieger erhielten zusätzlich RMC-Open-Sieger Patrick Weinstock (DD2 Masters) und Max Fleischmann (DD2) als Drittplatzierter der Euro-Challenge ein Ticket für die Grand Finals. Unter der Sonne Portugals schafften am Ende mit Max Fleischmann (DD2) und Tommy Helfinger (DD2 Masters) zwei Fahrer im Finale den Sprung in die Top-Fünf.

Unter neuem Namen startete 2017 das ACV Kart Nationals. Der Nachfolger des ACV Rhein-Main Kart-Cup überzeugte mit einem professionellen Programm und einer guten Streckenauswahl. Sieger des Jahres wurden Valentin Kuss (Rotax Micro), Gino Nehmer (ROK Mini), Lukas Scherbinskas (Rotax Mini), Nick Deissler (Rotax Junior), Phil Hill (ROK Junior), Felix Scholz (ROK Senior), Marc Bube (Rotax Senior), Fabian Kohnert (DD2), Steffen Ebrecht (Rotax DD2 Masters) und Alessio Curto (KZ2).

Auch in den anderen Clubsport-Serien lieferten sich die zahlreichen Teilnehmer wieder tolle Rennen. Der ADAC Kart Cup ging in sein bereits drittes Jahr und erfreute sich über einen steigenden Zuspruch. Ebenso gut besetzt waren die Rennen der ADAC Regionalserien NAKC, OAKC, SAKC und WAKC. Die besten Fahrer des Jahres kämpfen am Ende beim ADAC Bundesendlauf in Wackersdorf gegeneinander.

Nicht zu vergessen sind die ADAC GTC Langstreckenmeisterschaft, die Kart-Trophy Weiß-Blau sowie die weiteren kleineren Clubserien in Deutschland. Bei allen Rennen haben die Fahrerinnen und Fahrer erbittert gekämpft und Erfolge gefeiert.

Leider gab es aber auch ein trauriges Ereignis. Der renommierte und gleichzeitig beliebte Hunsrückring/Hahn schloss im September seine Tore und wird in der Zukunft anderweitig genutzt. Inhaber Norbert Stumpf hatte bis zum Ende versucht den Ring für den Kartsport zu erhalten, letztlich fand sich aber kein passender Käufer. Damit endete eine über 20-jährige Erfolgsgeschichte.

Die Kartsport-Welt dreht sich aber trotzdem weiter und 2018 warten neue Herausforderungen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Lesern für das entgegengebrachte Vertrauen im abgelaufenen Jahr bedanken. Uns hat es wieder viel Spaß gemacht euch mit Infos aus der Welt des Kartsports zu versorgen. Ein großer Dank gilt auch den Fahrern, Teams, Veranstaltern und Organisatoren für die hervorragende Zusammenarbeit.

Wir freuen uns auf euch in 2018, euer Team von Kart-Magazin.de