23. November 2017, 22:40 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Am 20. November wurden die Teilnehmer des ADAC Kart Masters über ausstehende Ergebnisse von Spritproben während des Finales in Wackersdorf informiert. Dabei wurden Unregelmäßigkeiten bei den Fahrern des HTP Kart Teams festgestellt. Teamchef Christian Voß äußert sich kritisch zu den Disqualifikationen.

„Wir waren nach der Mitteilung der Ergebnisse sehr überrascht. Alle unsere Fahrer haben den vorgeschrieben ARAL Ultimate Kraftstoff getankt und sind keineswegs mit falschem oder unzulässigem Treibstoff gefahren“, erklärt Voß und fährt fort: „80 Kilometer vor Wackersdorf habe ich an einer Raststätte ARAL Ultimate getankt. Dabei müssen wir Teams und auch die Fahrer auf die Richtigkeit des Benzins vertrauen. Wenn der Betreiber nicht den korrekten Sprit in seinem Tank hat, ist das für uns nicht nachzuvollziehen.“

Während in anderen Rennserien ein Einheitssprit einer speziellen Tankstelle und Säule vorgeschrieben ist, oder der Verkauf direkt auf der Rennstrecke stattfindet, darf man im ADAC Kart Masters an beliebigen ARAL-Tankstellen in Deutschland seinen Kraftstoff beziehen. „Wir scheinen an der gewählten Tankstelle nicht den richtigen Sprit erhalten zu haben. Leider ist es uns nicht möglich hierzu den Beweis aufzustellen. Man nimmt ja nicht bei jeder Tankung noch eine zusätzliche Probe als Beweis. Wir konnten den Kassenbon dazu vorlegen und hatten Zeugen. Ebenso komisch ist es, dass zwei Fahrer eine identische Probe hatten, die anderen aber nicht und das obwohl wir das gesamte Zelt aus einem Fass betankt haben.“

Besonders wichtig ist es Voß, dass sein Team nicht als „faule Truppe“ dargestellt wird: „Wir haben das ganze Jahr sehr hart für unseren Erfolg gearbeitet und schon bei anderen Rennen wurden Proben unserer Fahrer untersucht, diese waren alle negativ. Wir müssen die Entscheidung nun akzeptieren, besonders Leid tut es mir für die Fahrer, die nun schwer erkämpfte Meisterschaftspunkte verlieren.“

Anstatt nach hinten zu blicken, konzentriert sich das Team aber schon auf 2018. Dann wartet auf Christian Voß ein straffes Programm – geplant sind nationale und internationale Rennen.