17. Juli 2017, 14:54 | Autor: Fast-Media - Jannik Schlüter

Erster OK-Sieg bleibt nur wegen technischer Probleme verwehrt

Wer hätte damit gerechnet: Marek Schaller sorgte beim ADAC Kart Masters in Kerpen für eine große Überraschung. Als Rookie fuhr er seinen Kontrahenten davon und holte sich die erste Pole-Position in seiner neuen Klasse. Leider wurde er aber auf dem Weg zum Sieg durch einen technischen Defekt gestoppt.

Der traditionsreiche Erftlandring, auf dem schon Michael Schumacher und Sebastian Vettel Siege feierten,  bot auch an diesem Wochenende wieder ein tolles Umfeld. Als amtierender X30 Junior-Champion wechselte Marek in diesem Jahr in die OK-Klasse und zeigte bereits in Wackersdorf, dass er einer der Schnellsten in der Klasse ist. In Kerpen legte der Förderpilot des ADAC Westfalen e.V. nun nochmal nach.

Bei trockenen Bedingungen raste Marek gleich im Zeittraining im stark besetzten Teilnehmerfeld auf Rang eins. Dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war, bewies der Rookie in den Heats. Mit deutlichem Vorsprung gewann Marek den ersten Vorlauf. Im zweiten Heat hatte er dann aber Pech: „Ich hatte einen Motordefekt und musste vorzeitig aufgeben. Das ist echt frustrierend, gerade weil es so gut lief“, zeigte sich Marek über Startposition neun wenig glücklich.  

Doch davon wollte sich der Nachwuchspilot nicht aufhalten lassen und startete mit neuem Siegeswillen in das erste Finale. Dort zeigte er eine Wahnsinns-Aufholjagd und fuhr zwischenzeitlich bis auf Rang drei nach vorne. Doch erneut kam es ganz bitter für Marek: das nächste Problem mit seinem Motor sorgte für ein vorzeitigen Aus. „Das ist einfach nur deprimierend. Die Stimmung ist gerade echt am Tiefpunkt. Aber ich habe noch ein Rennen und will den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken“, lautete seine Kampfansage.

Von Startplatz 25 ging es für Marek in das zweite Finale auf dem 1.107 Meter langen Erftlandring. Eine echte Herausforderung, die der Förderpilot des ADAC Westfalen e.V. aber souverän meisterte. Er stellte direkt den Anschluss zum Spitzenpulk her und raste am Ende als starker Achter über die Ziellinie.

Alle waren sich sicher: Ohne technische Probleme hätte es für ganz vorne gereicht. Trotzdem darf Marek mit seiner Entwicklung mehr als zufrieden sein. „Wir entwickeln uns sehr positiv in der neuen Klasse, daran möchte ich nach der Sommerpause anschließen“, erklärt Marek. In vier Wochen (12.-13.08.) geht es im ADAC Kart Masters weiter, dann gastiert die höchste Kartrennserie des ADAC in der Motorsport Arena Oschersleben.