19. Juni 2017, 9:15 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Vorstellung in Wackersdorf

Nun wird auch der Kartsport elektrisch. Nach dem sich die Formel E bereits in den vergangenen Jahren im Motorsport etablierte hat, folgt nun auch der Schritt zum E-Kart. Im Rahmen des ADAC Kart Masters in Wackersdorf präsentierte der deutsche Karthersteller Mach1 in Kooperation mit Bosch ein E-Kart für den Outdoor-Bereich. Wir hatten die Chance selber einige Runden mit dem Kart zu drehen.

Vollgas und los geht´s! Man hört nur ein leichtes Surren und das E-Kart rast los. Angefeuert von zwei Bosch Elektromotoren mit insgesamt 24 KW und einer Spannung von 48 V erreicht das E-Kart am Ende der Start-Ziel-Geraden in Wackersdorf über 130 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt dabei durch zwei Zahnriemen. Das Chassis basiert auf ein aktuelles Modell von Mach1-Kart und wurde nur leicht für die Montage der Elektromotoren umgebaut. Die größte Herausforderung ist aktuell noch die Batterie. Mit einer speziellen Konstruktion ist diese links neben dem Sitz platziert und wird zusätzlich durch einen Lüfter gekühlt. „Durch die hohe Leistung müssen wir bei den Batterien auf die Temperatur achten“, erklärt Peter Wirtz von Bosch und fährt fort, „unsere Elektromotoren stammen aus der Automobilindustrie und sind Serienmodelle. Nach der Einführung haben wir uns überlegt in welchem Bereich die Motoren noch eingesetzt werden können und haben uns für den Kartsport entschieden.“

Im Rahmen der Vorstellung erhielten wir die Möglichkeit das E-Kart im Live-Test zu erleben. „Nach den ersten Runden hatte ich ein wirklich gutes Gefühl“, strahlte Kart-Magazin Chefredakteur Björn Niemann. „Ein Dank an Mach1 und Bosch für die Chance das E-Kart zu testen. Es hat große Freude gemacht und war eine tolle Erfahrung. Das Drehmoment ist beeindruckend und der Fahrspaß wirklich groß. Zu Beginn war es nur komisch kein Motorengeräusch zu haben“, fährt der ehemalige Kartfahrer fort.

Der fehlende Motorensound sorgte auch bei den Zusehern für den größten Gesprächsstoff. Durch die lautlosen Elektromotoren rückten die Nebengeräusche wie Curbs und Reifen in den Vordergrund. Bei der ersten Vorführung in Wackersdorf soll es aber nicht bleiben, wie Martin Hetschel von Mach1-Kart erklärt: „Wir arbeiten gemeinsam mit Bosch an einem Konzept für eine eigene Rennserie und möchten damit bereits in 2018 starten. Das Interesse und positive Feedback ist sehr erfreulich. Auch hier haben sich viele Fahrer informiert und nach Testmöglichkeiten gefragt.“

Wir werden die Entwicklung weiter beobachten und sobald es Neuigkeiten gibt darüber berichten.

Bilder der Präsentation gibt es in unserer Galerie…