18. November 2015, 17:53 | Autor: Timo Deck

Luka Kamali glänzt bei ROTAX Kart-Weltmeisterschaft

Vom 7. bis 14. November 2015 stellte sich Kart-Rennfahrer Luka Kamali seiner bislang größten sportlichen Herausforderung: In Portimao (Portugal) fand die ROTAX Kart-Weltmeisterschaft – die sogenannten ROTAX MAX Grand Finals – statt. Hierzu reisten rund 300 Teilnehmer aus über 50 Nationen in das Kartodromo International Algarve, um den ROTAX Kart-Weltmeister zu ermitteln. In der Königklasse der DD2 Schaltkart-Klasse hatte sich Luka Kamali aufgrund seines Titelgewinns in der deutschen ROTAX MAX Challenge für den internationalen Schlagabtausch in Portugal qualifiziert.

Entsprechend motiviert reiste der deutsche Hoffnungsträger an die Algarve, wo ein brandneues Einsatz-Rennkart auf ihn wartete. Dies wurde ihm per Los zugeteilt, was gute Gründe hatte: Um einen fairen Wettbewerb mit höchstmöglicher Chancengleichheit zu gewährleisten, wurden alle relevanten Komponenten wie Motor, Reifen und Kart-Chassis von Exklusivausrüstern bereitgestellt. Somit musste sich Luka Kamali zunächst mit der Einstellung des für ihn neuen Rennkarts vertraut machen. Diese erste Hürde meisterte er auf Anhieb und so konnte er schon in den Freien Trainingssitzungen auf der 1.532 Meter langen Kartbahn mit sehr guten Rundenzeiten und hervorragenden Platzierungen glänzen.

Ernst wurde es zum ersten Mal im Zeittraining, in welchem sich der deutsche RMC-Champion sensationell auf den vierten Platz katapultierte. „Das ist ein tolles Ergebnis und eine sehr gute Grundlage für die drei anstehenden Qualifikationsrennen”, freute sich das Nachwuchstalent, das seine Leistung in den Vorläufen sogar noch steigern konnte.

Im ersten Durchgang belegte er Rang zwei und kreuzte anschließend sogar als Sieger die Ziellinie. Leider währte die Freude über den Triumph nicht lang. Laut Rennleitung hatte Kamali einen umstrittenen Frühstart hingelegt. Folglich erhielt die deutsche Speerspitze eine 10-Sekundenstrafe, die ihn auf Rang 23 zurückwarf. „Das ist sehr ärgerlich. Wir können das jetzt nicht mehr ändern und müssen das Ergebnis im letzten Qualifikationsrennen ausbügeln”, so Kamali, der sich von der Strafe nicht unterkriegen ließ und daraufhin noch einen fünften Platz im letzten Vorlauf einfahren konnte.

Im Gesamtergebnis der Qualifikationsrennen belegte er folglich Position 16, womit er sich für die entscheidenden Finalrennen der besten 34 Fahrer qualifizieren konnte. Im Pre-Finale zeigte Kamali eine tadellose Vorstellung. Vom 16. Startplatz aus ins Rennen gegangen, machte er Platz um Platz gut und wurde letztlich mit Position sieben belohnt. Das stellte eine vielversprechende Ausgangslage für das alles entscheidende Finale dar. Hier lag er zeitweise schon auf dem dritten Platz, bevor er einen Motorschaden erlitt und als Folge von einem Verfolger von der Strecke bugsiert wurde. Die Hoffnungen auf ein gutes Endergebnis waren damit zunichte gemacht.

„Das ist einfach nur schade. Es wäre sehr viel möglich gewesen. Im Finale hatten wir einen Steinschlag im Kühler, was wohl die Ursache für den späteren Motorschaden war. Ein Podestplatz war auf jeden Fall in Reichweite. Auch wenn ich über den Ausgang der Weltmeisterschaft etwas enttäuscht bin, habe ich beweisen können, dass ich in der Lage bin, ganz vorne mitzumischen”, gab Kamali nach dem Rennen zu Protokoll.