25. Oktober 2015, 21:08 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Rennen in Gedenken an Graf Berghe von Trips und Thomas Knopper

Memorial

Der Erftlandring in Kerpen stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des Graf Berghe von Trips und Ciao Thomas Knopper Memorial. In acht Klassen kämpfte ein internationales Top-Feld um die prestigeträchtigen Siege. Bei wechselhaftem Wetter gab es spannende Rennen.

Schon traditionell bildet das „Memorial“ den Abschluss einer aufregenden Saison, so auch in diesem Jahr. Zahlreiche Top-Fahrer und Teams reisten nach Kerpen und lieferten sich auf dem 1.107 Meter langen Erftlandring packende Rennen. Für Abwechslung sorgte das Wetter. Während es am Samstag noch trocken war, sorgte teilweise Regen am Sonntag für zahlreiche Positionskämpfe. Im Kampf um das Graf Berghe von Trips Memorial sicherte sich David Brinkmann den Sieg. Alexander Schmitz setzte sich bei den Schaltkarts durch und gewann das Ciao Thomas Knopper Memorial. Abgerundet wurde der Tag durch eine beeindruckende Fahrervorstellung, Cheerleader-Showeinlagen und farbenfrohen Feuerwerken.

Bambini light: Memorial-Sieg für Arthur Tohum

Zwölf Youngsters starteten bei den Bambini light in die Rennen. Der Neuwieder Marc Schmitz (Maxim Racing) holte sich im Qualifying die Bestzeit und führte die Meute auch im ersten Rennen am Samstagnachmittag an. Mit einer starken Performance setzte er sich von seinen Verfolgern ab und feierte den Sieg vor Leo Stienemeier (Neuss), Gino Nehmer (Gangelt), Carl Louis Kölschbach (Köln) und Constantin Bernard (Aachen).

Auch auf nasser Fahrbahn am Sonntagmorgen gewann Schmitz den Start. Doch durch einen kleinen Fehler rutschte er in das Verfolgerfeld ab und startete eine sehenswerte Aufholjagd. An der Spitze entbrannte währenddessen ein packender Dreikampf. Als Sieger wurde nach Zehnrunden Gino Nehmer vor Arthur Tohum (Limburg/MSC Langenfeld) und Fabio Rauer (Stolberg) abgewinkt. Marc Schmitz fuhr noch bis auf Platz vier nach vorne, Lilly Zug (Mitterscheyern/RL Competition) schloss die Top-Fünf ab.

Das große Finale startete direkt nach der Mittagspause. Aus nasser Strecke brauchten die Nachwuchspiloten drei Anläufe zum Start. Danach war der Weg frei für Arthur Tohum: Von Startposition zwei aus übernahm er die Spitze und verteidigte diese bis ins Ziel. Seine Verfolger Fabio Rauer und Gino Nehmer setzten sich mehrmals neben den Spitzenreiter, fanden aber keinen Weg vorbei und reihten sich auf Rang zwei und drei ein. Einige Positionen gut machte der Vierte Carl Louis Kölschbach (Köln), von Startplatz neun kämpfte er sich in die Top-Fünf nach vorne. Platz fünf holte sich Marc Schmitz.

Endergebnis Bambini light:
1. Arthur Tohum
2. Fabio Rauer
3. Gino Nehmer
4. Carl Louis Kölschbach
5. Marc Schmitz

Bambini: Miroslaw Kravchenko feiert Last-Minute-Sieg

Für viel Spannung sorgten wieder die Nachwuchspiloten aus der Bambini-Klasse. 14 Youngsters gingen auf die Reise und zeigten den zahlreichen Zuschauern auf den Tribünen packenden Kartsport. Am Samstag wurde Miroslaw Kravchenko (Krefeld/DS Kartsport) seiner Favoritenrolle gerecht. Mit einer deutlichen Pole-Position und einem Sieg im ersten Rennen zeigte er seine Stärke. Als ungefährdeter Zweiter folgte Jakob Bergmeister (Langenfeld/DR Germany). Jedoch wurde der Rheinländer im Anschluss des Rennens um einen Rang zurück versetzt und war nur noch Dritter. Als neuer Zweitplatzierter wurde Donar-Nils Muning (Stuttgart/ADAC Württemberg e.V.) gewertet. Nico Hantke (Hürth/KSM Racing Team) und Niklas Kalus (Duisburg/DS Kartport) reihten sich als Vierter und Fünfter ein.

Eng war der Kampf an der Spitze im zweiten Rennen. Bei wechselhaften Bedingungen verteidigte Miroslaw Kravchenko seinen Spitzenrang und schien auf dem Weg zu einem weiteren Sieg. Doch sein Verfolger Nico Hantke ließ nicht locker, zwei Runden vor Rennende nutzte er eine Lücke und sah das Ziel als Erster. Hinter ihm folgte Miroslaw Kravchenko vor Jakob Bergmeister, Luca Voncken (Stolberg/DS Kartsport) und Donar Nils Munding.

Die Entscheidung um den Sieg fiel im letzten Rennen des Wochenendes. Jakob Bergmeister war Schnellster in der Anfangsphase und zog sowohl an Hantke als auch Kravchenko vorbei. Das Duo ließ sich die Chance auf den Sieg jedoch nicht nehmen. In der letzten Runde attackierte Mach1-Pilot Miroslaw Kravchenko den Erstplatzierten und fuhr als jubelnder Sieger über den Zielstrich. Für Bergmeister reichte es nur noch zu Rang zwei. Dritter wurde Nico Hantke vor Luca Voncken und Maxim Haralampiev (Frankfurt/RL-Competition).

Endergebnis Bambini:
1. Miroslaw Kravchenko
2. Jakob Bergmeister
3. Nico Hantke
4. Luca Voncken
5. Maxim Haralampiev

KF Junior: David Brinkmann gewinnt Graf Berghe von Trips Memorial

Während des Zeittrainings und der Heats hatte der Oldenburger Felix Scholz (KSM Racing Team) die Geschehnisse fest im Griff. Nach der Pole-Position im Qualifying, beendete er seine Vorläufe jeweils als Zweiter und verteidigte seinen Spitzenplatz. Doch im ersten Finalrennen am Sonntagvormittag musste er seinen Teamkollegen David Brinkmann (Bergheim/KSM Racing Team) ziehen lassen. Direkt nach dem Start erkämpfte sich der Tony Kart-Pilot die Führung und baute diese auf rutschiger Fahrbahn deutlich aus. Ebenfalls ein ruhiges Rennen hatte der Zweite Felix Scholz. Deutlich spannender war der Fight um den letzten Podestplatz. Doureid Ghattas (Bonn/KSM Racing Team) und Jan-David Fusen (Köln/Solgat Motorsport) duellierten sich über weite Teile des Rennens. Doch jeweils ein Ausrutscher der Beiden wirbelte das Klassement nochmals durcheinander. Letztlich folgte Dennis-Peter Scott (Wallenhorst/KSM Motorsport) als Drittplatzierter vor Jan-Vincent Stolle (Köln/RBM Motorsport) und Doureid Ghattas.

Auch im zweiten Lauf kämpften die Junioren mit schwierigen Streckenbedingungen. Zum Start war die Ideallinie trocken, trotzdem entschieden sich alle Fahrerinnen und Fahrer für Slick-Bereifung. Wie schon im Auftakt am Morgen entschied David Brinkmann den Start für sich. Doch diesmal hatte er nicht solch ein einfaches Spiel. Dennis-Peter Scott hing an seiner Stoßstange und versuchte einige Male an dem Bergheimer vorbeizuziehen. Brinkmann hielt aber dagegen und sicherte sich den Sieg beim prestigeträchtigen Graf Berghe von Trips Memorial. Für einen KSM-Doppelerfolg sorgte Dennis-Peter Scott als Zweiter vor Marius Zug (Mitterscheyern/RL-Competition), der sich Rang drei sicherte. Am Podium vorbei schrammten Nermin Colakovic (Solgat Motorsport) und Doureid Ghattas auf den Positionen vier und fünf.

Endergebnis KF Junior:
1. David Brinkmann
2. Dennis-Peter Scott
3. Marius Zug
4. Nermin Colakovic
5. Doureid Ghattas

Rotax Junior/X30 Junior: Heinen und Heimbach siegen
Mit jeweils nur zwei Rotax und X30 Junioren waren die beiden Felder schwach besetzt. Bei den Rotax Junioren dominierte Jan Heinen (Schleiden/KSM Racing Team) das Geschehen und siegte jeweils vor Isabell Brosselt (Vaals/RMW Motorsport). Ausgeglichener war das Kräfteverhältnis bei den X30 Junioren. Im ersten Umlauf holte sich Maximilian Kannegießer (Rimbach/CV-Racing Team) vor seinem Teamkollegen Jan Hendrik Heimbach (Moers/CV-Racing Team) den Sieg. Genau umgedreht präsentierte sich das Klassement im zweiten Lauf. Diesen entschied Heimbach zu seinen Gunsten und stand bei der Siegerehrung auf der obersten Stufe.

Endergebnis Rotax Junior:
Jan Heinen
Isabell Brosselt

Endergebnis X30 Junior:
Jan-Hendrik Heimbach
Maximilian Kannegießer

X30 Senior: Zwei Siege für Dominik Kulikowski

Die Bestzeit im Qualifying und zwei Vorlaufsiege gingen am Samstag auf das Konto von Dominik Kulikowski (Hamburg/IM-Racing Team). Aus der Pole-Position verteidigte er auch im ersten Rennen seine Führung. Bei teilweise Regen machte in den ersten Runden noch sein Verfolger Patrick Lipinski (Lüdenscheid) mächtig Druck, doch Kulikowski behielt die Oberhand und siegte. Lipinski kam auf den letzten Metern noch einmal gefährlich nahe, fand aber keinen Weg vorbei und wurde Zweiter. Ebenfalls ein starkes Rennen fuhr der Dritte Hendrik von Danwitz (Tönisvorst/CV-Racing Team): Nach einem Dreher in der ersten Runde hechelte er dem Feld hinterher und kämpfte sich wieder bis in die Top-Drei nach vorne. Rang vier holte sich die einzige Dame im Feld Shanice Peck (Duisburg) vor Philip Diekmann (Nordenham/RMW Motorsport).

Nach der knappen Entscheidung im ersten Rennen, suchte Dominik Kulikowski im zweiten Finale sein Heil in der Flucht. Von Beginn an setzte er sich an der Spitze ab und baute seine Führung im Verlauf der 23 Rennrunden deutlich aus. Im Ziel blickte der Hamburger auf ein perfektes Wochenende zurück. Deutlich härter ging es bei der Vergabe um Rang zwei zur Sache. Hendrik von Danwitz und Patrick Lipinski lieferten sich ein hartes Duell. Nach mehreren Positionswechseln behauptete sich von Danwitz als Zweitplatzierter. Auf den verbleibenden Rängen gab es ebenfalls einen Tausch – diesmal wurde Diekmann vor Peck Vierter.

Endergebnis X30 Senior:
1. Dominik Kulikowski
2. Hendrik von Danwitz
3. Patrick Lipinski
4. Philip Diekmann
5. Shanice Peck

Rotax Senior: Jan-Frederik Bock nicht zu stoppen

Gemeinsam mit den X30 Senioren, gingen auch die Rotax Senioren auf die Reise. In seinem Element war an diesem Wochenende der Kölner Jan-Frederik Bock. Auf seiner Heimstrecke ging kein Weg an ihm vorbei. Im Zeittraining, beiden Heats und auch beiden Finalrennen sicherte er sich den Sieg und wurde am Abend verdient mit der größten Trophäe geehrt. Jeweils hinter ihm folgte sein Markenkollege Lucas Wawrzyniak (Köln) und sorgte damit für einen Praga Kart-Doppelerfolg.

Verschiebungen gab es hingegen auf den verbliebenden Top-Fünf-Rängen. Im ersten Lauf holte Thorsten Lampert (Framersheim) Rang drei vor Angela Rauer (Düren/M-TEC Prag Racing) und Sven Grosse-Medina (Berlin). Am Nachmittag hatte dann Angela Rauer die Nase vorne und landete auf Platz drei. Hinter ihr folgten Thorsten Lampert und Sven Grosse-Medina.

Endergebnis Rotax Senior:
1. Jan Heinen
2. Lucas Wawrzyniak
3. Angela Rauer
4. Thorsten Lampert
5. Sven Grosse-Medina

KZ2: Alexander Schmitz feiert zweiten Memorial-Sieg

Das Highlight des Graf Berghe von Trips & Ciao Thomas Knopper Memorial waren wieder die Schaltkarts. 16 Piloten darunter internationale Top-Fahrer wie Alexander Schmitz (Wesel/KSM Racing Team), Paolo de Conto und Marcel Jeleniowski (Bornheim/KSM Racing Team) rollten an den Start. Am Samstag hatte der Deutsche Schaltkart Meister Alexander Schmitz die Nase vorne – mit einem Doppelsieg führte er das Feld nach den Vorläufen an.

Spannend wurde es zum ersten Finale am Sonntagmorgen. Bei Nieselregen setzte ein Teil des Feldes auf Regenreifen und lag damit goldrichtig – im Verlauf der 23 Rennrunden nahm dieser weiter zu. Mach1-Pilot Alexander Heil nutzte seine Reifenwahl und fuhr von Startposition sechs an die Spitze des Feldes. Bis zum Überqueren der Ziellinie hatte er einen Vorsprung von über 17 Sekunden auf den Zweitplatzierten Tobias Müller (Euskirchen/Kartshop Ampfing). Toller Dritter wurde Richard Bub (Sssenberg/KSM Racing Team) vor dem Kartshop Ampfing-Duo Pascal Fritzsche (Wipperfürth) und Andreas Dresen (Grafschaft). Bester Fahrer auf Slick-Reifen war Marcel Jeleniowski als Neunter mit zwei Runden Rückstand. Paolo de Conto und Alexander Schmitz reihten sich als Zehnter und Elfter ein.

Nach dem spannenden ersten Rennen, setzten die Schaltkart-Piloten dem Wochenende im zweiten Lauf noch einmal die Krone auf. Aus dem Verfolgerfeld stürmte zuerst Paolo de Conto nach vorne und übernahm nach nur sieben Runden die Führung. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben, kurz nach Rennmitte schied der Italiener mit einem technischen Defekt vorzeitig aus. Zwischenzeitlich hatten sich auch Alexander Schmitz und Marcel Jeleniowski nach vorne gekämpft und erbten den Spitzenplatz. Der Weseler Alexander Schmitz ließ nichts mehr anbrennen und feierte seinen zweiten Sieg beim Ciao Thomas Knopper Memorial. Am Ende räumte Schmitz sogar doppelt ab: Neben seinem Sieg, war er auch der Fahrer mit den meisten schnellsten Rennrunden und erhielt am Abend einen Gutschein für eine Testfahrt in einem Formel Renault 2.0. Für einen Doppelsieg des KSM Racing Teams sorgte Marcel Jeleniowski auf Position zwei. Als hervorragender Dritter schaffte KZ2-Rookie Tobias Müller den Sprung auf das Siegerpodium. Alexander Heil holte Rang vier vor dem Fünften Mike Golla (Alsdorf/RMW Motorsport).

Endergebnis KZ2:
1. Alexander Schmitz
2. Marcel Jeleniowski
3. Tobias Müller
4. Alexander Heil
5. Mike Golla

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